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[Band 2.]
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mußten über die Mauern und Weinberge hinweg, sich neue Communication bahnen,wobei sie aus jedem Hinterhalte feindliche Tiraillcurs zu vertreiben hatten.

Nachdem die preußischen Tirailleurs den Feind aus dieser vortheilhaften Auf-stellung und aus den einzelnen Schlupfwinkeln verjagt hatten, wurde der massiveFlecken Sevres angegriffen. Die Franzosen hatten sich in den Häusern des Ortespostirt. Der Feind hatte 4-5 Bataillone in dem jenseits der Seine gelegenen DorfeBillancourt und in den einzelnen zu St. Cloud gehörigen Häusern, welche eben-falls auf dem rechten Ufer des Flusses lagen, aufgestellt, wodurch er im Standewar, ein starkes Feuer auf das jenseitige Ufer zu unterhalten.

Doch trotz allen diesen Schwierigkeiten, und ohne auf die Mehrzahl des Feindes,so wie auf die aus den Fenstern fallenden Schusse zu achten, stürzte sich die ersteBrigade auf den Feind und warf ihn nach einem lebhaften Gefechte aus Sevresund von der Höhe aus den Schlössern von Bellevue rc. Der Feind zog sich aufMoulineau zurück. Die Brücke von Sevres war von den Franzosen abgebrochenworden, weßhalb das Vertreiben derselben vom jenseitigen Ufer unmöglich wurde.Dennoch dauerte das Gefecht in Sevres fort, so, daß man sich auf beiden Ufern un-ausgesetzt beschoß. Der Feind hatte den Vortheil, die Straße, auf welcher mangegen Moulineau und Jssy vorrücken mußte, stets bestreichen zu können. DieserUmstand hielt aber die Preußen nicht ab, den Feind durch Sevres zu verfolgen undfortwährend durchzumarschiren.

Gefecht bei Moulineau am 2 . Juli-

Die erste Brigade war indessen gleich nach dem Sturmangriff auf Sevres demFeinde auf Moulineau (wo die Straße von Sevres und Meudon nach Jssy zusam-mentrifft) gefolgt; ein kräftiger Angriff entschied auch hier. Der Feind wurde wie-derum geworfen und zog sich nach Jssy zurück. General von Steinmetz besetzte so-gleich Moulineau. Ein Theil der'Brigade war von der Höhe, auf welcher das SchloßBellevue gelegen, längs deö Kammes der Höhe gegen das Schloß von Meudon vor-gerückt, und hatte sich dieses Punktes bemächtigt.

In dem Maaße, als man durch die Fortschritte der ersten Brigade Terrain gewann,wurde die zweite Brigade nebst der Reserve-Artillerie gegen die Höhen von Meudonvorgeschickt. Die Reserve-Reiterei folgte der ersten Brigade unmittelbar zur Unter-stützung. Die vierte Brigade wurde zur Besetzung von Sevres und zur Fortsetzungdes Gefechtes in dem Orte bestimmt.

Unterdessen war auch die dritte Brigade unter dem General von Jagow, nach-dem dieselbe sich überzeugt hatte, daß der Feind aus dem Bois de Boulogne nichtsunternehme, und die beiden schlesischen Schützencompagnien, in Verbindung des zurDeckung der linken Flanke entsendeten Detaschements des Hauptmanns v. Krensky,das sich so eben näherte, hinreichend wären, um dem Feinde in dieser Richtung ge-wachsen zu seyn, wieder in Marsch gesetzt worden, um dem Corps zu folgen.

Als die dritte Brigade gegen Abend in Sevres eintraf, bestimmte General vonZieten, daß sie auf den Höhen von Meudon rechts von Sevres eine Aufstellungnehmen sollte.

Die Franzosen greifen Moulineau wieder an. 2. Juli.

Um diese Zeit war es auch, als der Feind, nachdem er sich in Jssy wieder for-mirt hatte, das Dorf Moulineau von Neuem angriff, aber mit vieler Standhaftig-keit zurückgeschlagen wurde. Die zweite Brigade sandte das zweite Bataillon deszweiten westfälischen Landwehrregiments zur Unterstützung dahin, weil das Gefechtimmer heftiger wurde und der Feind durch erneuerte Versuche Alles anwandte, dasDorf wieder zu erobern. Gleichzeitig schickte man die halbe Fußbatterie Nr. 3. amAbhänge der vorliegenden Höhe links von Moulineau vor, um drei feindliche Ge-