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Ueber das Bedürfniss bleibender Befestigungen mit besonderer Hinsicht auf die Befestigung von Zürich / von David Nüscheler
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13) In den ersten Perioden jenes Krieges war eseinzig der Haltung von Cadix und Lissabon zu ver-danken, daß nicht die ganze Pyrenäische Halbinsel indie Hände der Franzosen fiel. Diese beydenPlätze enthielten beynahe allein den nie-mahls besiegten Widerstand, den Kern derVertheidigung und die Grundlage zu derwieder beginnenden Offensive.

Obschon Saragossa und Girona am Ende un-terliegen mußten, so bleibt der ausgezeichnete Wider-stand beyder Städte um so bemerkenswerther, als dieBefestigung von Saragossa sehr unzureichend, die-jenige von Girona nach Einahme des FdrtMont-Zuyin der größten Nähe beherrscht war, und an beydenOrten die Besatzungen keineswegs aus ergrauten Ve-teranen, sondern größerntheils nur aus bewaffnetemVolke bestanden. Saragossa wurde das erste Mahlnach einer Belagerung von sechs Wochen entsetzt, daszweyte Mahl erst nach einem Widerstand von beynaheeilf Wochen erobert. Gironas im Ganzen fast sechs-monatliche Vertheidigung entwickelte sich erst dannrecht, als jenes beherrschende Fort bereits in denHänden der Franzosen sich befand, von dessen steilemAbhang herab diese ihre Laufgräben gegen die Stadtführen mußten.

In dem Russischen Feldzug hielt die Festung Riga den linken Flügel des großen Französischen Heeres zu-rück, und trug wesentlich dazu bey, die Ausdehnungseiner Operationslinien zu beschränken.

14) Daß in ungekehvtem Sinne der lange Wider-stand der von den Franzosen besetzten Weichsel -,Oder- und Elbe -Festungen auf den Gang des