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Ueber das Bedürfniss bleibender Befestigungen mit besonderer Hinsicht auf die Befestigung von Zürich / von David Nüscheler
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24
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Wenn man mithin ein Land mit der möglichstenSparsamkeit durch befestigte Plätze sichern will,so ist eS gerade die Befestigung der bereits durchStädte besetzten Punkte, welche am einfachsten, wohl-feilsten und sichersten zum Zweck führt; weil sodurch den Besitz eines einzigen Platzes eine weiteLandesstrecke gesichert werden kann; wo hingegen,wenn man statt deS Platzes selbst, seine Zugänge deckenwill, mehrere befestigte Orte, mithin weit mehr Kosten-und Kraftaufwand zu ihrer anfänglichen Erbauungund spätern Vertheidigung erfordert wird.

27) Auch hierin zeigt die Geschichte, daß daS Weseneiner Festung von einiger Ausdehnung von dem-jenigen einer S ta/ 'emal getrennt werden konnte.

Denn den be' i Lagern und Castellen deralten Römer haben mehrere unserer heutigen Städteihren Ursprung zu verdanken, und die Sicherung deSPri vcheigenthumS verwandelte hinwiederum die Städtedes Mittelalters in Festungen.

Die Ursache ist auch leicht zu erklären. AllsWaffenplätze, welche auf daS Große deS Kriegs einenwesentlichen Einfluß äußern sollen, erfordern eineAusdehnung, so viele nicht rein militärische Anlagen ,Werkstätten und Hände, daß, wenn eS auch möglichwäre, sie Anfangs bloß mit Soldaten zu bevölkern,sich dennoch nach und nach eine Art von Bürgerschaftdarin bilden wird.

28) Auf der andern Seite befindet sich der Triebzur Sicherung der Person und des Eigenthumsdem Menschen so anerboren, daß,-wenn man auchgegenwärtig alle Städte in offene Flecken verwandelnwollte, diese Form nur so lange bestehen würde, als