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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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es seyn, See» Soldaten und Kanoniers derMarine herangezogen, welche bei der Infanterieund Artillerie Dienste thaten. Außer diesen warder General Bertrand aus Italien über Nürn-berg verschrieben worden, um mit 40,000 Mannzum Marschall Ney zu stoßen, welcher dazumalnur mit ganz geringen Kräften die Spöttersagten: 70 Mann in Erfurt stand.

Durch Mainz sollten bis dahin nur 4000Mann regulärer Reiterei gegangen seyn. Dieeinzelnen Detafchements, welche hier durch zurtveitern Verstärkung der Kavallerie-Regimenterabgingen, waren höchst ungeschickt. Aus demGehen und Kommen der Truppen konnte mannicht recht klug werden, und manche Leute be-haupteten, daß man, um zu imponiren, die Trup-pen zu einem Thor heraus und zum andern wiederherein marschiren lasse. Soviel ist gewiß, daßdie alte reguläre Reiterei dazumal auffallendschwach war, und daß ihre ersten Abtheilungennicht früher als den 9ten April nach Mannheimgekommen waren, während daß die ersten Kosa-ken den isten April bereits in Chemnitz und imErzgebirge sich gezeigt und die Russen, nachdemsie an 20 verschiedenen Orten die Elbe passirt,die Städte Naumburg, Leipzig u. s. w. besetzthatten. Dies wußte man in Mainz; auch warbekannt, daß das Hauptquartier des Vice - Königs

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