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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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manière. (Aber das sind H . . . sie laufen

zum T.; ich verliere auf diese Art bis an

den Rhein achtzigtausend Mann.) *) Doch be-lebten nun schon neue Entwürfe seine kriegerischeSeele. Jusquau mois de Mai jaurai une ar-mée de 2Ôo mille combattans sur le Rhin!(bis zum Monat Mai werde ich eine Armee von250,000 Mann am Rhein haben!) Wie sehrwurden seine Projekte vereitelt! Bei alledemwar ep ganz unglaublich sanft ich möchte fastsagen, geduldig. Es schien ihm immer angenehmzu seyn, andere zu hören, selbst wenn von Ge-genständen des Friedens, von dessen Bedürfnißfür die ganze Welt, oder von der innern Lage undden Einrichtungen Frankreichs gesprochen ward.Seine Arbeiten gingen ihren gewöhnlichen Gang

*) Bei solchen Gelegenheiten drückte sich die Verach-tung aus, welche man an Napoleon gegen die Men-schen bemerkt hat. Vielleicht war dies ein Erb-theil aus den Zeiten der Revolution, der er zu-gleich wohl das Prinzip verdankte, daß er ge-rade so und nicht anders gegen die Ration sichbenehmen müsse. Zur Milde und Mäßigung warseine stürmische Seele nickt geschaffen, und daer selbst den Inbegriff einer rastlosen Thätigkeitdarstellte, so benutzte er um so geschickter denunruhigen und eireln Sinn der Franzosen. DieDienen seines Wappens härten ihn aus eine heil-samere Thätigkeit aufmerksam machen sollen.