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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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so

Ausbrüche des gereizten Unmuths. Sie nahmenihren Weg über Wilsdruff und Rossen. Zn denersten Morgenstunden kam die neue Kunde her-über und schon kletterten Kosacken über die Trüm-mer der Brücke auf den Leitern, welche man,zur Herstellung einer schnellen Verbindung, an diezerrissenen Bögen gelehnt hatte. Einige Stundenspäter ging der Oberst Brendt, nachdem vorherdie Abgeordneten des Stadtraths ihn begrüßt hat-ten, mit einer Abtheilung des leichten Fußvolks,theils in Kähnen, theils auf einer Fahre nach derAltstadt hinüber. Roch des selbigen Tages wur-den einige Franzosen, Baiern und Sachsen einge-bracht, die bei Wilsdruff von den Kosacken warengefangen worden.

Neues munteres Leben auf dem Flusse. Vonallen Seiten schwammen Kahne herbei, welcheSchiffer und Fischer theils aus sichern Zufluchts-orten herbeigeholt, theils aus dem Grunde desStroms, wo sie versenkt gewesen waren, heraufgearbeitet hatten. Freudig begrüßten sich die wie-der vereinten Bewohner beider Stadttheile. Eswurden alsbald Anstalten zur Verbindung der ge-trennten Ufer getroffen. Eine Floßbrücke wardoberhalb der Stadt geschlagen und war schon am28sten gangbar. Einige Tage später ward eineandere Brücke eine halbe Stunde unterhalb derStadt fertig; länger aber dauerte der Bau derhölzernen Hülfsbrücke, welche auf einem starkenBalkengerüsts über die Kluft der gesprengten-