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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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so große Erwartungen und Hoffnungen weckre, esahnen können, daß vierzehn Tage spater eben jenesfestliche Geläute, fast in derselben Stunde, einenganz andern Aufzug feiern sollte! Der ganze Hce-reszug bestand aus 25 Bataillonen von der russi-schen Leibwache, der erlesensten Mannschaft, zweiBataillonen preußischen Fußvolks, einem preußi-schen Regimente leichter Reiterei, und 60 StückGeschütz, überhaupt aus ungefähr i'6,coo Mann.Der König von Preußen begleitete den Kaiser indie Altstadt, und beide sahen die Truppen auf-mein öffentlichen Platze vorüberziehen, ehe siesich in die ihnen bereiteten Wohnungen begaben.Die Altstadt und ihre Umgegend waren mit denrussischen angefüllt, die Neustadt, wo der Königwohnte, wurde von der preußischen Leibwache be-setzt. Abends waren beide Städte erleuchtet, undwas man hoffte und wünschte, ward vielfältigausgesprochen in dem Sinne der Worte einerglänzenden Inschrift: Erlöse uns von demUebel!

Am folgenden Tage begingen die Russen dasOsterfest. Die Soldaten zeigten sich in den erstenMorgenstunden im reinlichsten Anzüge, und schonfrüh sah man sie, besonders die Kvsacken, welchein Allem die heimathlichen Gebräuche am frömm-sten achten, Eier einkaufen, um mit Freundenund Waffenbrüdern sie zu wechseln, oder Milch,Um ein Ostermahl, das Pascha, daraus zu be-reiten. Ueberall in den Straßen näherte sich jeder