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wenn man den Kaiser zu sehen hoffte. Auch derKönig von Preußen ließ den, an seine Wohnung,das Haus des Freiherr« von Nacknitz, gränzenden,königlichen Garten sogleich öffnen, als er vernahm,daß man diesen, dem Vergnügen der Einwohnersonst immer offnen Lustort, in welchen die Fensterseiner Wohnzimmer gingen, um seinetwillen amersten Tage gesperrt hatte. Hier sah man ihn oftim Gespräche mit einem Offizier, oder nut einemBuche in der Hand, mitten unter den Lustwan-delnden umhergehen. Selbst der kleinere Garten»,unmittelbar hinter seiner Wohnung, blieb unver-schlossen, und als am 2ysten der Kaiser mit allenGeneralen bei dem Könige zur Mittagstafel indem Gartensaale war, wurden die drängendenZuschauer nicht nur nicht abgewehrt, sondern ihnensogar Bänke hingeseht, damit sie bequemer sehenmöchten.
Aber schon war die Nachricht gekommen, daßdie französischen Heere unaufhaltsam aus den thü-ringischen Gebirgschluchten hervorbrachen, und alsder Kaiser von einem kurzen Besuche bei seinerSchwester, der Erbprinzessinn von Weimar, am2g. aus Töplitz zurückgekehrt war, wurde Alleszu seiner Abreise bereitet. An demselbigen Tagewar der größte Theil der russischen Garden aufge-brochen. Am 2g., um Mitternacht, reiste derKaiser über Nossen und Altenburg ab, und amnächsten Morgen, gegen 8 Uhr, folgte ihm auchder König von Preußen. Ein Theil der russischen