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sewitz sich hinzog. Aber auch diese Angriffe schie-nen nur darauf berechnet zu sein,, die entscheidendeUnternehmung gegen den linken Flügel zu erleich-tern, welcher sich von Töltschen an der westli-chen Thalwand des plauenschen Grundes bis ge-gen G orbitz, an der Heerstraße nach Freiberg,ausbreitete. Diese Heerabtheilung bestand zumTheil aus neugeworbenen, schlecht gerüsteten, gal-lizischen und ungarischen Kriegsvölkern, und botin ihrer auffallend fehlerhaften Aufstellung, durchdas tiefe Weißeritz-Thal hinter Plauen gänzlichvon dem Mitteltreffen un-d dem rechten Flügel ab-geschnitten, eine gefährliche Blöße dar, welche derkluge feindliche Feldherr zu benutzen eilte. DieseHeerabthejlung war überdieß nicht stark genug, umdie, von der Elbe auf die Freiberger Heerstraßeauskaufenden, Schluchten von Priesnitz, Leu-tewitz und den sogenannten Zschonegrundhinlänglich decken zu können, und da diese wichti-gen Punkte kaum beobachtet waren, so konntees der, von dem Könige von Neapel angeführten^Abtheilung von Fußvolk und Reiterei, unter demMarschall Victor und dem tapfern General La-tour-Maubourg, desto leichter gelingen, denlinken Flügel der Verbündeten völlig zu umgehen.Dieß geschah um die Mittagszeit, wo der König,der seine Unternehmung schon am vorigen Abende,durch die Besetzung des Engpasses von Cotta,klug vorbereitet hatte, aus dem Zschonegrundein her Gegend des Dorfs Pennerig hervor