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Der Krieg des verbündeten Europa gegen Frankreich im Jahre 1815 / von Carl v. Plotho
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19
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§9

Berlin, und reisete über Lasse! nach Lüttich, wo sein Hauptquar^tier so lange verblieb, bis es nach Namur verlegt wurde.

Der Feldmarschall Fürst Schwarzenberg übernahm am ritenMai im Hauptquartier zu Heilbronn sein ?lrmee-Kommando,und verlegte sein Hauptquartier später nach Heidelberg.

Es war am sOsten Mai, als der Kaiser von Rußland undder König von Preußen Wien verließen, der erstere reiseie sogleichnach dem Hauptquartier Heidelberg, der König von Preußenhingegen nach Berlin. Am rasten Mai verließ auch der Kaiservon Oestreich Wien, und reisete über München nach Heidel-berg. Worauf auch der König von Preußen, nachdem am istenund arten Zuni das Garde- und Grenadier-CorpS von Berlinabmarschirt war, am Tasten Juni von Potsdam nach dem Rheinabging.

So war denn alles zum neuen Kampfe vorbereitet, und umihn zu eröffnen, erwartete man noch das russische Kriegsheer, wel-ches in starken Märschen von der Weichsel längs dem Main her-auf rückte, so wie das Eintreffen des östreichisch-italienischen Kriegs-heeres an Frankreichs südlicher Grenze; doch vielleicht hätte mandiese Heere nicht erwarten, sondern früher gegen Paris vorrückensollen, denn so schnell die Kriegsheerr versammelt wurden, so langedauerte ihr Stillstand längs der Sambre und der ganzen Nheimlinie bis zur Schweiz hinauf.

Die verbündeten Mächte konnten ihre Rüstungen erst in derMitte Zuni vollenden, und hatten sie für den Anfang der Feind-seligkeiten festgesetzt. Ihr Angriffspian war dem des vorigenJahres und Feldzuges ähnlich; es sollten die vier Kriegsherr vonallen Seiten in Frankreich einrücken, das Vorrücken des Heeresaus den Niederlanden sollte so lange aufgehalten werden, bis sichdie übrigen Kolonnen in gleicher Entfernung von Paris befindenwürden; worauf sie alle zugleich gegen Paris konzentrisch vorrückensollten. Das russische Kriegsherr, welches anfänglich bestimmtwar die Reserven zu bilden, erhielt später die Bestimmung, in dieLücke einzurücken, welche dadurch entstaub, daß sich das Nieder-rheinische Kriegsheer (weil man in den Niederlanden den erstenAngriff erwartete) näher an das Niederländische Kriegsherr(Wellington) und an die Sambre zog, um sich gegenseitig wirk-samer unterstützen zu können.

Die Stellung der Kriegs Heere war am i^terrZuni folgende:

i) Den äußersten rechten Flügel bildete die Niederlänr

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