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störe, ließ der General v. Pirch im Walde auf dieser Straßeeinen Verhau machen, eine Maßregel, welche den Nutzen hatte,daß sie die feindliche Reiterei auf der Straße nach Fleurus vomschnellen Verfolgen abhielt.
Schon gegen Mittag war das este Kavallerie-Corps (Pajol)in Charleroy eingerückt, wo sie SappeurS und Marins der Gardedie Brücke über die Sambre sogleich wieder herstellen mußten;der General Clary führte zuvörderst Reiterei auf der BrüsselerStraße gegen Gojfelies, so wie der General Pajol auf der Straßenach Namur gegen Gilly. Um Z Uhr Nachmittags folgte umerdem Marschall Grouchy, von Charleroy gegen Gilly, das Zte Ar-mee-Corps (Vandamme) und das iste Kavallerie-Corps (Pajol),während das 2te Armee-Corps (Reille) bei Marchienne au pontdie Sambre passirte, und gegen Gosselieö vorrückte, theils um denPreußen die Rückzugslinie auf der Brüsseler-Straße abzuschnei-den, theils um dadurch die Trennung zwischen den Preußen undEngländern einzuleiten.
Gegen A Uhr Nachmittags wurde die 2te Brigade von demfeindlichen Zten Armee-Corps angegriffen, und durch l 6 StückGeschütz lebhaft beschossen, allein die Angriffe von 2 KolonnenFußvolk und 4 Regimentern Reiterei glückten nicht, bis auch dieBrücke von Chatellet durch die Truppen des, von Philippeville vor-rückenden, feindlichen etten Armee-Corps genommen, und die linkeFlanke der preußischen Stellung bedrohet und umgangen war.
Die sipfündige Fußbattcrie Nr. Z. beantwortete mit vielerRuhe das ihr überlegene feindliche Geschützfeuer, bis die Brigadeden Befehl erhielt, ohne sich in ein ungleiches Gefecht einzulassen,den Rückzug über Lambusart gegen Fleurus anzutreten. DieserRückzug erfolgte, trotz den heftigsten Anstrengungen des sechsfachüberlegenen Feindes, in geschlossenen Vierecken, auf welche sich zahl-reiche feindliche Reiterei gleichsam stürzte, dennoch mit vieler Ord-nung und großer Tapferkeit; das unerschrockene, preußische Fuß-volk hielt mehrere gewaltige Angriffe der französischen Rettereiaus, welche den General Letort dabei verlor, der ehrenvolle Rück-zug wurde durch den Wald von Fleurus bis nach Lambusart fort-gesetzt, wo sich die 2te Brigade wieder aufstellte.
Die iste Brigade setzte ihren Rückzug gleichfalls fechtend bisnach Gosselieü fort, diesen Ort fand sie bereits von Reiterei, wel-cher das 2te feindliche Corps (Reille) nachfolgte, besetzt; sogleichließ der General v. Steinmez Gosselieö angreifen, es wurde nachhartnäckigem Kampfe erobert, und der Marsch bis hinter den