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Der Krieg des verbündeten Europa gegen Frankreich im Jahre 1815 / von Carl v. Plotho
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110
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die seinen Weg durchkreuzten. Es wurden heute Anstalten getrof-fen, um mit Tagesanbruch Lambray durch Sturm zu erobern.

Das Hauptquartier des Herzogs Wellington verblieb in Cha-teau Cambrests.

Dar braunschweigsche Corps lagerte bei Cnglefonkaine.

Der sZste Zuni.

Zufolge der Verabredung der Feldherren beschloß der Feld-marschall Fürst Blücher, durch einen schnellen Marsch von St.Lkuentin rechts gegen die untere Oise, die Uebergange über diesenFluß zu gewinnen, sich zwischen Paris und die feindlichen Trup.pen bei Laon und Soiffons zu schieben, und sso Paris zu erreichen.

Diese herrliche Bewegung, durch welche die Uebergangeüber die Oife durch das preußische Kriegsheer gewonnen wurden,Veranlaßte, daß die feindlichen Truppen bei Laon und Soiffons,zum Rückzüge südwärts der Marne nach Paris gezwungenwurden.

Die von dem Zten Armee-CorpS vorgeschickten Abtheilungenmeldeten, daß die feindlichen Truppen am 2-ssten Vormittags um11 UhrAubenton verlassen, und nach Montcornet marschirt seien, undda« bei Tarzy ein starker Posten feindlicher- Reiterei stehe. DerMarschall Grouchy marschirte mit seinen Truppen von Namuram Losten nach Dinant, am Listen nach Philippeville, am 2Zstennach Rocroy, am Listen nach Nethel; er war bemüht Soiffons zuerreichen.

Es meldeten sich in St. Quentin, durch ein Schreiben vonLaon aus, dir Abgeordneten der französischen Pairskammer (Lafa-yctte, Sebastian,, Benjamin Constant, Laforet und d'Argeron),worin sie die Nachricht von BouaparteS Abdankung, und von derErhebung seines Sohnes zum Kaiser der Franzosen mittheilten,und von Seiten der provisorischen Regierung einen Waffenstill-stand unterhandeln wollten; man bewilligte ihnen bloß Pässe, undgab ihnen Begleitung nach dem Hauptquartier der verbündetenMonarchen.

Diese Antrage um Waffenstillstand, die Ankunft der Abge-sandten der provisorischen Regierung, die Nachricht von NapoleonsAbdankung, und der Zustand des französischen Heeres, ließen denFürsten Blücher und den Herzog Wellington die Lage Frankreichsdeutlich genug erkennen; und je mehr man die Fortschritte ihrerKriegsheere durch Unterhandlungen zu hemmen suchte, um so fe-ster faßten sie den Entschluß, aufs eiligste gegen Pari« vorzudrin-