Hi6
Dieses Gefecht und der erlangte Besitz der Stadt Medy das,trugen zur Uebergabe der Festung sehr wesentlich bei.
Zn den folgenden Nächten wurden Z Batterien angelegt, wassehr schwierig war, weil sie von Faschinen gcbanet werden mußten,weil man um die Festung Montmedy herum sehr bald auf Fel-sen und Gestein stieß, auch zu wenig Erde zum Bau der Bat-terien vorhanden war.
Am i6ten September verlangte der französische Kom-mandant,General-Lieutenant Lamarque, einen Waffenstillstand, umzu unterhandeln; er wurde ihm abgeschlagen, und ihm eröffnet,daß eine Unterhandlung nur auf der Basis der unbedingten Ue-bcrgabe der Festung angeknüpft werden könnte.
Am iczten September wurde zwischen dem Chef desGeneralstabes, Obristen v. Witzleben, und dem französischen Ma-jor Godard die Uebereinkunst abgeschlossen, (siehe die Beilage No.HZ,) nach welcher die französische Besatzung bewaffnet, und mitzwei Feldstücken nach der Loire abmarschirte; noch denselben Abendwurde das Außenwerk der Festung, dem bois de Monsey gegen-über, besetzt, und die Festung Montmedy am 22sten Septem-ber rgiZ von dem norddeutschen Bundescorps übernommen, inwelcher man ZZ metallene Geschütze, und bedeutende Vorräthe anMunition vorfand.
Nach der Einnahme von Montmedy bezogen die Truppen desnorddeutschen Bundescorps Kantonirungen im Departement derArdennen.
Am 25 sten September kehrten die kurhessischen Truppenzum Armee-Torps zurück.
Am i9ten October desgleichen die großherzoglich meklen-burg-schwerinschen Truppen.
Am 29 st en October erließ der Feldmarschall Fürst Blü-cher folgenden Armee-Befehl an das norddeutsche Bun-descorps.
„Nach dem Abschluß der Unterhandlungen in Paris, brechenjetzt die alliirten Heere aus Frankreich auf, um nach ihrer He>-math zurückzukehren.
Die Ruhe und Sicherheit von Europa war von neuem ge-fährdet, der gemeinschaftlichen Gefahr ist durch gemeinschaftlicheAnstrengungen begegnet worden, und der Sieg hat unsere An-strengungen gekrönt. An die preußische Armee haben sich die kur-hessischen, meklenburgischen, Sachsen-Weimar und goihaischen, ftl-denburgischen, anhaltischen, schwarzburgischen, lippeschen und wal-
dekschen