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C.G. Calwers Käferbuch : Naturgeschichte der Käfer Europas / herausgegeben von Professor Dr. G. Jäger : zum Handgebrauche für Sammler
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XI
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artig verlängert ist. Ausserdem hat man bestimmte Benennungen für be-stimmte Stellen: der zwischen den Augen liegende Teil wird Stirne (fronsTaf. I Fig. I e) genannt, der Teil hinter den Augen (Fig. i f) Scheitel(vertex); ragt die Oberfläche des Kopfes erheblich über die Augen nachvorn vor, so wird dieser Teil Kopfschild (clypeus Fig. i d) genannt.

An den Seiten des Kopfes zwischen Mundwinkeln und Augen oder aufder Stirne stehen die Fühlhörner (antennae Taf. I Fig. i h, Fig. 2 m). Siebestehen aus einer Kette von meist u Gliedern. Diese Zahl sinkt jedocheinerseits bis auf 5 herunter, andererseits, aber sehr selten, steigt sie auf 12.Als wesentlichste Formen der Fühlhörner unterscheidet man: a. borstförmige,b. gekniete, c. fadenförmige, d. perlschnurförmige, e. gesägte, f. geblätterte,g. gehörnte, h. keulenförmige Fühler. Bei den geknieten nennt man das langeWurzelstück den Schaft, das kolbige Ende den Endknopf, das dazwischen-liegende mehrgliedrige Stück die Geisel.

1 z 3 3 e 7 g 9 <10 m ./

Fühler-Formen:

I borstenförmig, 2 gekniet, 3 fadenförmig, 4 perlschnurförmig. 5 gesägt, 6 geschuppt,

7 gekämmt, 8 fächerförmig, 9 kolbig, IO spindelförmig, II geknöpft.-

Hinter den Fühlern liegen die beiden Augen (Taf. I Fig. lg, Fig. 2I), diebald rund, bald länglich, bald nierenförmig, bald völlig in zwei Teile gespaltensind. Neben äugen (ocelli) haben nur wenige Käfer: 1 Nebenauge hatAnthrenus und Attagenus, 2 Nebenaugen haben zahlreichere Gattungen be-sonders unter den Staphylinen.

Die Mundteile stehen um die zwischen ihnen liegende Mund-öffnung herum und zwar so, dass zw'ei unpaarige, die Lippen,eine vor, die andere hinter dem Mund stehen und seitlich vomMund zwischen den Lippen zwei Paare von Kiefern, die sichw r ie Zangen gegeneinander bewegen. Die Oberlippe (LabrumTaf. I Fig. 1 d), die selten fehlt, ist breit, hornig oder lederartig,halbrund oder viereckig oder quer, vorne gerade abgestutzt odergezähnt oder ausgebuchtet oder doppelt gebuchtet oder zwei-lappig, und bedeckt den Mund von oben. Die Unterlippe(labium Taf. I Fig. 2 h) schliesst den Mund von hinten und unten undbesteht aus zwei gegeneinander beweglichen Stücken : dem KinneUnterlippe (mentum), das meist hornig ist, und der Zunge (ligula), die stetsab Kinn, e b d znuge häutig, oft von aussen nicht sichtbar ist. In der Mitte oder anc Lippentaster ^er ggjj-g j er Zunge ist ein Paar mehrgliedriger fühlhornähnlicherGebilde eingelenkt, die man Lippen - oder Kinnladentaster (palpi labiales,a f. I Fig. 2 c) nennt. An den Seiten der Zunge finden sich öfters bewimperteSpitzen, die man Nebenzungen (paraglossae) nennt.

Kopf mit Ober-lippe a.