Fang und Zucht der Käfer.
Vorbedingung für einen guten Fang ist natürlich die Wahl der richtigenJahreszeit (Frühling und Vorsommer), und günstiges Wetter. Letzteressoll warm, feucht und windstill sein; den üppigsten Fang hat man vor undnach Gewittern. Was die Tageszeit betrifft, so thut man gut, morgens zuwarten, bis der Tau verflüchtigt ist und die Sonne höher steht, dann ist derFang fortzubetreiben bis in die Nacht. Manche Käfer bekommt man nachtsentschieden leichter als bei Tage; z. B. Hammaticherus heros steckt bei Tagmeist unerreichbar in seinem Gang, kommt man nachts, so sitzt er aussen:auch die grossen Caraben kann man mit der Laterne auf Waldwegen suchenund die Baumgeschwüre sind nachts meist am besten mit Käfern besetzt.Für die Nachttiere empfiehlt sich auch das Eingraben von glasierten Töpfenund das Einstossen von Fanglöchern, ähnlich denen, in welchen man dieFeldmäuse fängt. Im Wald legt man Fangknüppel, d. h. Holz- oderRindenstücke auf frei gemachte Stellen, unter denen sich die vagierendenKäfer bergen und oft dann am Tag in Menge gefunden werden. Einzelnenicht zu grosse flache Steine an Waldrändern, die man, wenn solche fehlen,absichtlich hinbringt und sorgfältig wieder auf dieselbe Stelle legt, sind fürNachtkäfer sehr geeignete Sammelplätze. An Beizen gehen auch mancheNachtkäfer, besonders die, welche auch an ausfliessendem Baumsaft saugen:man nimmt Honigwasser oder Zuckerwasser, allenfalls mit einem TropfenApfeläther zersetzt, und bestreicht damit Stämme, in deren Nähe viele an-brüchige oder gefällte Hölzer stehen. Viele Nachtkäfer fliegen und laufendem Licht zu. Hat man eine weisse Häuserwand zur Verfügung und steldann in einer warmen windstillen Nacht eine helle Lampe auf einen mieinem weissen Tuch bedeckten Tisch nahe an die Hauswand, so kann manauf dem Tisch und auf dem Boden um den Tisch fangen: Polystichus, Poe-cilus, Feronia, Chlaenius, Badister, Clivina, Dyschirius, Dolichus, Anchomenus,Amara, Diachromus, Anisodactylus, Ophonus, Harpalus, Stenolophus, Acupal-pus, Amblystomus, Trechus, Tachys, Bembidium, Laccobius, Philhydrus,Cercyon, Helophorus, Aleochara, Tachyporus, Philonthus, Lathrobium, Ache-nium, Bledius, Trogophloeus, Scopaeus, Oxytelus, Gyrophaena, Lithocharis,Ctenistes, Bryaxis, Bythinus, Anthrenus, Choleva, Ptenidium, Telmatophilus,Meligethes, Aphodius, Psammodius, Ochodaeus, Geotrupes, Throscus, Lam-pyris, Malachius, Anobium, Ptinus, Tenebrio, Blaps, Megischia, Anthicus,Formicomus, Bagous, Haltica, Coccinella. Von dem Auslegen von Aaswar schon pag. XXI die Rede. v