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10. Trochanteren klein, die Schenkel denselben schräg angefügt, Schildchen
deutlich, Vorderbrust kurz, Fühlergeissel 5gliederig.. II.
— Trochanteren gross, die Schenkel der Spitze derselben fast gerade aufgesetzt,
Schildchen sehr klein oder fehlend, Vorderbrust sehr kurz, Augen ein-ander stark genähert, Vorderhüften aneinander stehend . . . Nanophyes.
11. Alle Bauchsegmente mit geradem Hinterrand, Vorderhüften bisweilen
durch eine Rüsselfurche getrennt, Klauen ungezähnt (Gymnetrina) . 12.
— Der Hinterrand des 2.—4. Bauchsegmentes seitlich nach hinten vor-gezogen, Vorderhüften fast oder ganz aneinander stehend . . . Cionus.
12. Flügeldecken gemeinschaftlich abgestutzt, nur die Spitze des Pygidiums
freilassend, Körper schmal, Klauen am Grunde verwachsen . . Mecinus.
— Flügeldecken einzeln abgerundet, Pygidium fast ganz frei, Körper breit,
Oberseite meist rauh behaart.Gymnetron.
Balaninus Germ.
Balanobius Jehel, Curculio L., Iihynchaenua Fahr.
Fühler lang, dünn; der Schaft erreicht die Augen; die Geissei ist 7glie-derig, die ersten oder alle Glieder sind länglich. Rüssel sehr lang, faden-förmig, sehr dünn, gebogen. Augen rundlich, gross, niedergedrückt. Füsselang. Schenkel nach oben keulenförmig verdickt, an der Spitze gezähnt.Drittes Tarsenglied 2lappig, das letzte mit 2 Klauen, welche an der Wurzelin ein klauenförmiges Zähnchen gespalten sind. Schildchen klein, rundlich,erhöht. Halsschild breiter als lang, vorn etwas verengt, an der Basis leichtdoppelt gebuchtet. Flügeldecken zusammen länglich herzförmig, an der Spitzeeinzeln abgerundet, die Afterdecke mehr oder weniger bedeckend, mit etwasgerundeten Schultern. Körper meist kurz eiförmig, beschuppt, geflügelt. —Larven in Nüssen, Eicheln, Verwandlung in der Erde; Käfer auf dem Laub,letztere sind sehr scheu und lassen sich sogleich fallen, man klopfe sie des-halb mit Vorsicht ab.
nucum L. (Taf. 31. Fig. 19.) gulosus Germ. Haselnussriissler. Eiförmig, schwarz,mit gelblichen oder grauen Schuppen bedeckt, welche auf den Flügeldeckenunregelmässige, öfters bandförmig zusammenlaufende Flecken bilden. Beinerötlich pechbraun. Rüssel an der Basis sehr dick, gekielt und gestreift, rot-braun. Die Geissei der Fühler dünn behaart; die letzten Glieder sehr kurz,das letzte beinahe knopfförmig. Länge 10—12 mm. — Der Käfer legt imJuni und Juli seine Eier in Haselnüsse und Eicheln, die Larve geht im Herbstin die Erde und überwintert. Ganz Europa.
turbatus Gyll., tessellatus Fourcr., kleiner Eichelbolirer. Eiförmig, schwarz, dichtgrau oder gelbgrau beschuppt. Schildchen weisslich. Füsse rötlich pech-braun. Rüssel sehr lang, dünn, stark gebogen, glatt, rot. Alle Glieder derGeissei sind verlängert. Länge 13 —14 mm. — Deutschland, Frankreich, Eng-land, Südrussland. Die Larve lebt in Eicheln.
giandium Mars. (Taf. 31. Fig. 20.) ferrugineus Dej., venosus Grav. Lokalrariatät:cinereus Desbr. Frankreich. Länglich eiförmig, schwarz, graugelb beschuppt.Rüssel mittelmässig, rot, an der Basis dicker, gestreift. Fühler rötlichbraun.Die Glieder der Geissei fast kegelförmig. Halsschild mit 3 helleren Streifen.Flügeldecken mit einigen dunkleren Binden; auf der hintern Hälfte der Nahtsind die haarförmigen Schuppen dicht aneinander gedrängt und borstenförmigaufgerichtet. Länge 10—12 mm. — In Deutschland, Frankreich, Sicilien,Südrussland, wo die Larve in Haselnüssen und Eicheln lebt.