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Halsschild, Flügeldecken und Fühlerwurzel rot. Halsschild fein zerstreut punk-tiert. Flügeldecken punktiert gestreift; die Zwischenräume sparsam punktiert.Länge 4 — 5 1 /2 mm. — Mittel- und Südeuropa; auf Eichen, Haseln, Erlen,Weiden, Birken, im April, macht Blattwickel wie Apoderus.
Fernere europäische Arten: atricornis Muh. Korsika; variolosus 01. Spanien.
Rhynchites Herbst.
Attelabus Fahr., Cureulio L., Deporaus Leach, Involvulus Schrank. Mechoris Billh .,Byctiscus Thoms., Rhinomacer Laich.
Reben Stecher, Stechrüsselkäfer.
Fühler iigliederig, in einer länglichen Grube eingefügt; die 3 letztenGlieder grösser und voneinander getrennt. Rüssel entweder verlängert, faden-förmig, oder kurz, an der Spitze erweitert. Kopf hinter den Augen verlängert,aber nicht eingeschnürt. Schenkel ungezähnt, an den Hinterbeinen etwas ver-dickt; Schienen an der Spitze dornlos; das letzte Tarsenglied mit 2 gespal-tenen Klauen. Schildchen klein. Halsschild kaum länger, als in der Mittebreit, vorn verengt, an den Seiten etwas gerundet erweitert. Flügeldeckenan der Spitze einzeln abgerundet. — Käfer auf Bäumen und Gesträuchen,wo die Larven entweder in den Früchten oder in Trieben oder in Blattwickelnleben. Verpuppung in der Erde.
cupreus L. (Tat 33. Fig. 11.) aeneus Latr. Pflaumenbohrer. Oben braun me-tallisch oder kupferglänzend, fein weissgrau behaart, unten dunkler. Halsschilddicht punktiert. Flügeldecken tief punktiert gestreift. Länge 4—5 mm. —Im nördlichen und gemässigten Europa; den Kirschen, Zwetschen, Pflaumen,Schlehen, Aprikosen schädlich. Anfang Mai legt er die Eier in die grüneFrucht, deren Stiel er abbeisst, nach 5 —6 Wochen geht die Larve in dieErde, wo sie überwintert.
Bacchus L. (Taf. 33. Fig. 12.) purpureus Leg., laetus Leg. Purpurrot goldglän-zend , dünner und kürzer behaart, Rüssel länger als das Halsschild und wiedie Tarsen und Fühler blauviolett. Halsschild bei beiden Geschlechtern un-bewehrt. Flügeldecken schwach punktiert gestreift; die Zwischenräume runzeligpunktiert. Länge 3 ] /a— 4 mm. — Im mittleren und südlichen Europa; er-scheint im Frühling auf Apfelbäumen und Schlehen, wo er zuerst die Knospezerfrisst; um Johanni bohrt er seine Eier in die jungen Früchte. Nach 3 bis4 Wochen frisst sich die Larve heraus und verpuppt sich in der Erde.
populi L. Pappelstecher. (Taf. 33. Fig. 13.) Oben grün erzfarbig, kupfer- odergoldglänzend; Unterseite, Rüssel und Beine blau. Stirne tief gefurcht. Halsschildfein punktiert; beim $ steht am Vorderrande auf beiden Seiten ein spitziger,nach vorn gerichteter Dorn. Flügeldecken unregelmässig punktiert gestreift.Länge 4 — 5 mm. — Nördliches und gemässigtes Europa, im Juni, auf Pappeln,Espen, Weiden und Birken.
betuleti Fahr. (Taf. 33. Fig. 14.) alni Müll. Lokalvarietäten: nitens Marsh. Eng-land; bispinus Müller Dänemark; violaceus Scop. Krain. Oben und unten blau odergrün goldglänzend. Stirne schwach gefurcht. Das Q hat am vordem Rande desHalsschildes auf beiden Seiten einen spitzigen, nach vorn gerichteten Dorn.Halsschild und Flügeldecken fein und dicht punktiert, letztere unregelmässigpunktiert gestreift. Länge 5—7 mm. — In ganz Europa auf Haseln, Birken,Buchen, Erlen, Espen, Pappeln und Linden, am häufigsten aber auf der Wein-rebe, wickelt Blätter im Mai und Juni, in die er Eier legt.
betulae L.. schwarzer Birkenstecher, (Taf. 33. Fig. 15.) Schwarz, glänzend, feinbehaart. Rüssel kaum länger als der Kopf, an der Spitze erweitert. Kopf