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decken breiter als das Halsschild,' mit stumpf vorragenden Schultern. Körperlanggestreckt, gewölbt. Bauch mit 5 Ringen; der erste Ring länger als die4 folgenden. — Die Larven leben unter Wasser an den Wurzeln von Wasser-pflanzen und verfertigen sich am Grund derselben zur Verpuppung einenpergamentartigen Cocon. Die Käfer trifft man im Hochsommer auf Wasser-pflanzen, und zwar eine Art meist auf mehreren Pflanzenarten.
Donacia Fahr.
Plateumaris Thoms., Leptura L., Stenocorus Geoff.
S chilfkäfer.
Fühler auf der Stirne einander genähert. Drittes Fussglied breit, untendicht behaart. Schenkel der Hinterbeine länger und meist auch dicker, ihreuntere Seite vor der Spitze meist gezähnt. Halsschild so breit als der Kopfsamt den Augen, 4 eckig, mit geraden Seiten, meist nach hinten verschmälert,auf beiden Seiten an den vordem Ecken meist mit einem kleinen Höcker.Schildchen 3 eckig. Flügeldecken viel breiter als das Halsschild, mit stumpfvorragenden Schultern, hinter der Mitte verschmälert; Flügeldeckenspitze meiststumpf abgestutzt. — Lebensweise siehe bei Familiendiagnose.
dentipes Fahr. (Tat. 40. Fig. 1.) aquatica L. Erzfarbig; Beine und Unterseitegelb seidenglänzend behaart; Flügeldecken goldgrün; ein breiter, meist undeut-licher Längsstreifen über die Scheibe jeder Decke purpurrot. Halsschild sobreit als lang, runzelig punktiert, mit stumpf vorragenden Vorderecken undvertiefter Mittellinie. Flügeldecken mit ebener Scheibe und etwas vor derMitte der Naht mit einem Eindruck, an der Spitze stark verschmälert, geradeabgestutzt, fein punktiert gestreift, mit querrunzeligen Zwischenräumen. Hinter-schenkel beim cf stärker, beim schwächer gezahnt. Länge 7—9 mm. —Deutschland, Frankreich, Schweden, gemein auf Caltha, Carex, Sparganium,Typha etc.
lemnae Fahr. (Tat. 40. Fig. 2.) limbata Panz. Oben braun erzfarbig, untengelblichgrau behaart. Halsschild 4 eckig, grob runzelig punktiert, mit einervertieften Mittellinie und wenig vorragenden Vorderwinkeln; die Höcker aufbeiden Seiten undeutlich und schwach. Flügeldecken tief punktiert gestreift,mit fein querrunzeligen Zwischenräumen; jede Decke mit 2 deutlichen flachenEindrücken und mit einem purpurroten Längsstreifen neben dem Seitenrande undmit einem solchen Flecken an der Basis. Hinterschenkel vor der Spitze beim cfmit einem kleinen, beim 9 me * s1: mit einem undeutlichen Zähnchen. Länge9—10 mm. — Deutschland, Frankreich, Schweden, Oberitalien, auf den gleichenFutterpflanzen wie dentipes.
sagittariae Fair. (Taf. 40. Fig. 3.) bieolora Zschach. Oben hellgrün, meist gold-glänzend, unten goldgelb seidenglänzend behaart. Halsschild, Flügeldeckenund Hinterschenkel wie bei der vorigen Art, nur sind die Flügeldecken ein-farbig oder auf der Scheibe etwas dunkler, selten ist Kopf und Halsschildblau. Länge 9—10 mm. — Deutschland, Frankreich. Mai, auf denselbenFutterpflanzen wie dentipes.
menyanthidis Fair. (Taf. 40. Fig. 4.) clavipes Fahr. Oben gelbgrün, unten dichtsilberweiss behaart. Fühler und Beine rötlich. Halsschild fast länger alsbreit, fein querrunzelig, mit vertiefter Mittellinie, vorn auf beiden Seitenmit einem Höcker, in der Mitte leicht ausgebuchtet. Flügeldecken flachgewölbt, ohne Vertiefungen, tief punktiert gestreift, sehr fein gerunzelt, an derSpitze einzeln abgerundet. Flinterschenkel bei beiden Geschlechtern zahn-
Calwer, Käferbuch 30