Band 
Erster Theil.
Seite
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Am rsten Februar rückte von Schwerin an der Warcheherkommend, der Marschall Davoust nur mit rstoo Mann und6 Kanonen (er der sonst Hunderttausende führte) in Landsbergein, diese Seitcnbewegung, um den weitem Rückzug mehr zusichern, für ein allgemeines Vorrücken der französischen Armeeausschreiend. Am 2 ten Februar, an welchem diese Truppen schonRuhetag hielten, begab sich der Marschall nach Cüstrin. Am -stenFebruar rückte das Detaschement nicht vorwärts, sondern seitwärtsnach Soldin, und so wie jetzt die meisten Bewegungen der fran-zösischen Abtheilungen, bis auf die deö Rückzuges, ohne Zweck wtttreu, so kehrte es am Zten Februar von Soldin unerwartet wie-der auf Lgndsberg zurück. Aber als sie auf ihrem sorglosen Mar-sche bis in die Nähe des Dorfes Staffelde an den sogenanntenSchönberger Theerosen gekommen waren, trafen sie mitten imWalde auf einen Haufen von 42 Kosaken. Die kühnen und ver-wegenen Reiter griffen die Feinde ohne sie zu zählen an, undbrachten sie in gänzliche Unordnung, drängten sie von der Straßeab und machten dabei 70 Gefangene. Die Franzosen kamen inwilder Flucht durch die Dörfer Staffelde, Massin und Metz amfolgenden Abend in Cüstrin an. Der Marschall Davoust ließ so-gleich den Oberst Durunne, der sie geführt hatte, verhaften; ersollte vor ein Kriegsgericht gestellt und zum Tode verurtheilt wer-den; ob es geschehen, ist mir nicht bekannt. Das Detaschementaber wurde zur^ Strafe in die Festung nicht aufgenommen, son-dern marschirte über Barwalde und Königsberg in der Neumarknach Schwebt, wo es mehrere Tage den dortigen Uebergang überdie Oder deckte. Solcher Ereignisse gab es immer mehrere, siebeweisen uns, wie tief auch der Ueberrest der französischen Armee>n seinem Muth gesunken war.

Nachdem die Kosaken am 18. Februar über die Oder gesetzt^aren, umgingen sie den zum Schuh von Berlin mit Zooo Mannllck W^'muchen aufgestellten französischen General Poinoot, dernack ^halb auf weitem Umwege über Landsberg und Köpenickaanr Berlin zurückziehen mußte; die Kosaken näherten sich Berlinbeit bemerkt, und stürzten sich endlich mit beispielloser Kühn-, h wenige hundert Mann stark, in die nach dem Tageü-litä>- Franzosen besetzte Stadt. Alles französische Mi-

gleich unter die Waffen, die Kanonen wurden auf denoun^" ^gefahren, und die ernstlichsten Anstalten zur Dettheidi-ließm kein Franzose griff die Kosaken an, wohl aber

.sich viele Franzosen, die geladenen Gewehre in der Hand,

v°n emzelnen Kosaken mißhandeln, welche stundenlang m denStraßen herumjagten. Die Franzosen fürchteten n.cht d.ewmi-gen Kosaken, sondern sie scheuetcn das Volk, welches in Massenmit lauter Freude sich auf den Straßen bewegte und den Fremd-lingen zujauchzte. Für den forschenden Blick nach der großenEntwickelung des preußischen Volkes, liefert dieser Tag einen herr-lichen Stoff. Die unbewaffnete kühne Hauptstadt hielt den auf-hellten Franzosen ein offenes muthigeS Gesicht entgegen, auslsiln ihnen der Wille und die Kraft des ganzen Volkes entgegen