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Drittes Kapitel.
Die. russischen HeereMeile bewegen sich von der Weichsel über dieOder bis zur Elbe.
I. Die erste Kolonne des Gen. der Kavallerie GrafenWsttgenstein, ließ bei ihrem Abmarsch von der Weichsel zur Blo-kade von Danzig ein bedeutendes Truppen - CorpS unter dem Gen.Lieut. jetzt zum Grafen erhobenen Steinheil zurück, eben dasselbe,welches früher aus Finnland herangerückt war, jetzt aber nochdurch die 2Hste Infanterie-Division, und durch die Milizen-CorpS,so wie durch mehrere Kosaken -Regimenter verstärkt. Der Gen.Lieut. Graf Steinheil kehrte bald nach seinem General-Gouver-nement in Finnland zurück, und das Kommando dieses Blokade-Corps erhielt der Gen. Lieut. LöwiS, der muthige Vertheidigerder Festung Riga.
Das Corps des Gen. Wittgenstein, durch den Abgang diesesCorps um mehr als zwei Drittheile seiner Mannschaft, und außer-dem noch durch das zurückgelassene Blokade-Corps von Pillaugeschwächt, erhielt nur einen geringen Ersatz durch die Kosaken-Negimenter unter den Generalen Tschernitschef, Dorenberg unddem Obersten Tettenborn. Die rasche Thätigkeit des kommandiren-den Generals wurde durch die geringe Zahl der ihm gebliebenenStrcitkräfte, besonders aber durch das sehr langsame Vorrückender russischen linken Flügel-Kolonne gelähmt. Als er schon am2. Februar von Dirschau bis nach Stargard vorrückte, mußte erdeshalb aus eingegangenen höhsrn Befehl wieder bis zum iZtenFebruar Halt machen.
Seine Kosaken streiften jedoch schon beinahe einen Monatfrüher auf dem linken Ufer der Weichsel herum, und waren nunig Tagen beinahe schon an der Oderz die beständigen Unterbre-chungen des Marsches ihres Haupt-CorpS nöthigten jedoch auchsie, sich von Zeit zu Zeit wieder zurückzuziehen. Viele Orte wodie Einwohner sie mit rauschender Freude empfangen hatten, ^wur-deisi darum aufs neue von den Franzosen besetzt, und sie wurdendafür haben Leiden müßen, wenn nicht die Franzosen zum Glucküberall nur sehr schwach gewesen wären, und sich vor dem Volkegefürchtet hätten.
So schwer es ist, einen Marsch der nach allen Richtungenherumstreifenden Kosaken-Abtheilungen richtig zu verfolgen, somuß ich es doch versuchen, ihr Vorrücken aufzuzeichnen.
Sie waren in zwei Haupt-Corps getheilt, welche die Gene,raie Tschernitschef und Oberst Dorenberg befehligten, davon dasletztere zur Rechten durch Pommern herumstreifend marschirte, daserstere hingegen die gewöhnliche große Poststraße durch West-preußen und die Neumark, voran den Oberst v. Tettenborn nnteiner Abtheilung als Vordcrtruppe, die Seiten-DetaschementS diesesCorpS streiften links bis in das Herzogthum Warschau, und tra-ten dort in Verbindung mit den Dordertruppen der Westarmee.
Am 17. Januar trafen die Kosaken in Jastrow ein,