Band 
Erster Theil.
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der Stadt näherten, um selbige zu besetzen, da wurden sie vondiesen entschlossenen Bürgern zurückgeschlagen und zum Abzügegenothiget. Nun aber rückte der Gen. Morand, der am 2kistenMärz von Bremen abmarschirt war, mit seinem Corps von .mooMann Fußvolk, 2vo Pferden und i .5 Stück Geschütz, am istenApril gegen die Stadt Lüneburg heran; gegen solche Uebermachtnun konnten sich die Bürger nicht behaupten; das Kartatschcn-feucr, welches sie nicht erwiedern konnten, räumte unter ihnenauf, sie wurden zerstreut und die Stadt von den Franzosen besetzt;zwar erlaubten sich die französischen Söldner aus Furcht keineMißhandlungen; doch wurden Zo Bürger verhaftet, sie sollten er-schossen werden, und mit ihrem Leben die begangenen Frevel derBürgerschaft büßen; da war die Noth sehr groß, und die Furchtund der Schrecken allgemein.

Als die Generale Tschernitschef und Dbrenberg es erfuhren,daß der Gen. Morand nach Lüneburg vordringe, war ihr Ent-schluß schnell gefaßt, ohne allen Verzug dahin zu eilen, und diegetreue Stadt und ihre biedern Einwohner vor hartem, unver-dienten Schicksal zu schützen. Ungeachtet die Truppen einen an-gestrengten Marsch von in Meilen in 2g Stunden zurückgelegthatten, so konnten sie doch nicht eher bei Breitenstcin und Bie-nenbüttel eintreffen — auf den Anhöhen die sich eine Viertelstundevon Lüneburg auf dem rechten Ufer der Ilmenau erheben — alsam 2. April des Morgens, 12 Stunden nach dem Einzug derFranzose» in Lüneburg; doch da sie hier erfuhren, daß noch andemselben Tage jene braven Bürger der Tyrannei geopfert wer-den sollten, so beschlossen sie, ohne auf die Ermüdung ihrer Trup-pen zu achten, ihnen Hülfe zu bringen und die Stadt ungesäumtanzugreifen.

Lue trafen dazu folgende Anordnungen: der Oberst Ba-ron Pahlen wurde mit 2 Kosaken-Regimentern beordert, auf deinrechten Ufer der Ilmenau die Stadt zu umgehen, und von dorther den Angriff zu machen, um dadurch die Aufmerksamkeit desFeindes von dem auf dem rechten Ufer der Ilmenau bestimmten'Angriffspunkte abzulenken. Die Position von Bienenbüttel wurdestark besetzt, es war nölhig, damit die russischen Truppen nichtumgangen werden konnten; auch war der Gen. Dbrenberg sovorsichtig, für den Fall eines Rückzuges ein Kosaken-Regimentnach Dalenburg zu schicken, um dadurch die Straßen nach Dan-nenberg, Gartow und Luckow zu decken; den dortigen Uebergangüber die Netze ließ er mit einer Füsilier-Compagnie des pommec-sehen NegimeiiiS und einer Kanone besetzen.

Kaum hatten sich die Truppen auf dem rechten Ufer der Il-menau hinter Buschwerk und Zäunen, von dem sorglosen Feindebisher noch unbemerkt, der Stadt genähert, als der Oberst Pahlenauf der andern Seite mit vieler Geschickiichkeit den Angriff machte-Der Feind ging ihm alsbald mit 2 Bataillonen und Z Kanonenentgegen, und hatte die Absicht, ihn von der Straße von Bienen-türcel abzuschneiden, man kämpfte sehr hartnäckig. In diesemAugenblick rückte die russische Reiterei in zwei Abtheilungen auf