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und mit I5o Pferden. Von einem Nebel begünstiget, griff ereinen Kosaken-Posten in Baalberge an,'zog sich aber sehr baldwieder zurück, als das 2te Leibhusaren - Regiment von Klein-Parschleben heraneilte.
Am r6. Ztpril wurde von dem Gen. Grafen Wittgenstcinbefohlen: der Gen. Pork solle sich die beiden Uebergänge bei AlS-leben und Bernburg über die Saale versichern; es wurde deshalbdas Füsilier-Bataillon des stten Infanterie-Regiments mit 2 Ka-nonen und 50 Dragoner unter dem Major Rudolphi gegen Als»leben geschickt, eben dahin ging auch das Kosaken-Regiment Se-liwanof, und nach Wettin das Kosaken-Regiment Jiowaisky des^ten. Der Mazor Rudolphi besehre nach einem G.fechte am 17.April des Morgens die Stadt Alsleben, brachte vorzüglich alleKähne und Schiffe in Sicherheit, und ließ oberhalb der Stadteine Schiffbrücke schlagen, welche heute noch vollendet und auchsogleich' verschanzt wurde. Der Gen. Radionof sollte nun mit 3Kosaken-Regimentern von Gerbstädt auf'Gästen vorgehen, undden beabsichtigten Angriff auf. Bcrnburg unterstützen, während derGeneral Helfreich unterhalb Kalbe die Saale passiren sollte, umden Feind von dort..anzugreifen.
Doch während diese Bestimmungen gegeben wurden, erhieltman die Nachricht: daß der Feind bedeutend stark über Eislebenvorrücken, das daselbst gestandene Strcifkorps des russischen OberstenPrendel bereits zurückgedrängt, daß deshalb der General Radinof,mit seinem und dem Kosaken-Regiment Ilowaisky des Hten nichtvon Wettin gegen Gerbstädt vorgerückt sey, daß auch der GeneralHelfreich mehr als 4000 Franzosen gegen sich habe, welche diejenseitigen Dämme der Saale, sehr stark beseht hielten und seinemUeber^angSpunkte gegenüber, 6 Kanonen in den Damm eingeschult-ten hatten, die ihm den Uebergang nicht leicht gestatten würden.Diese Nachrichten veranlaßten, daß man den entworfenen Angrifffür diese Nacht aufgab.
Es hatte der General Graf Wittgenstein, nachdem er dieBrücken bei Roßlau und Elster erbauet hatte, mit seinem Corpsder verbündeten Truppen die Elbe passirt, um sich seinem Haupt-zwecke gemäß» sobald es nothwendig sei, mit dem Armee-CorpSdes Generals Blücher vereinigen zu können. Zugleich aber schmei-chelte sich auch der General Graf Wittgenstein, die Festung Wit-tenberg, wahrscheinlich über ihre örtliche Lage, und ihre Vcrtheldi-gungsmittel nicht hinlänglich unterrichtet, wenn er mit einer hin-länglichen Macht gegen sie anrücke, vielleicht durch ein lebhaftesFeuer, und allenfalls einen überraschenden Sturm erobern zukönnen.
Obwohl dies, bei einer genauern Kenntniß der Festung, nichtzu erwarten war, so ist es doch eine Art Beruhigung, daß maudamals nichts versäumt hat, um sich den <0 nothwendigen Besitzeines festen Punktes an der Elbe zu verschaffen.
Der General Graf Wittgenstein tr.ff aus seinem Hauptquar-tier von Dessau, am istten April des Abends in Thielen ein, und