' Fünftes Kapitel.
Zeitraum von, -ästen April bis zum isten May ig'Z-
Durch die Masse von meist unwichtigen Begebenheiten, sindwir der Geschichte jener Zeit treu gefolgt, für den Leser vielleichtohne Interesse, da die großer» Ereignisse dies in Anspruch nehmen.Dafür nähern wir uns aber auch jetzt den Kriegsheeren inihrem Vorrücken zur Entscheidung durch blutigen Kampf. >
Das Vordringen der feindlichen Division Souham von Er-furt nach Weimar, gab dem verbündeten Kriegsheere das Zeichen,daß die feindliche Hauptarme? ernsthaft vorzurücken gedenke. Dasverbündete Kriegsherr mußte daher eilen, sich zu vereinigen, ummit der gesammten Kraft zu widerstehen; es würde viel gewonnenhaben, wenn es durch seine Bewegungen, ,die. Vereinigung des her-anrückenden feindlichen Hauptheeres mit dem des Vice-KonigS 'von Italien hätte verhindern können. Aber es mußte auch jetztum seine rechte Flanke noch ferner zu decken, die Saale besetzthalten, so wie zur linken die Straßen von Weimar und die vonSchleih beobachten, um nicht von dort aus umgangen zu werden,und das nahm auch Kräfte weg, an denen es noch keinen Ueber-fluß gab.
Die Stellung des verbündeten Kriegöheeres am 2Z. Aprilwar folgende:
das Hauptquartier des Königs von Preußen und des Kaisersvon Rußland war in Dresden.
Die Avantgarde des verbündeten Kriegsheeres unter demGen. Lieut. Baron Winzingerode hatte ihr Hauptquartierin Lützen.
Der Gen.-Maj. Landökoy stand in Weißenfels.
Das Detaschement des Gen. Maj. Knorring stand in Merseburg.
Die Streiscorps des Obersten Prendel und Fürsten Mandatof,des Maj. Löwenstern und Lapitain Geiömar längs derSaale.
Die Reserve-Reiterei des Corps stand in Lützen.
Das Fußvolk unter dem Gen. Lieut. Prinzen Würtemberg inZwickau. .
Der rechte Flügel des verbündeten KriegSheereS,unter dem Oberbefehl des Generals der Kavallerie Grafen !Wittgenstein, hatte fein Hauptquartier in Dölitsch.
Das Corps des Gen. Lieut. York, sein Hauptquartier in Zörbig,
^ die Truppen lagen, in der Gegend. -.. Die preußischen Vorposten unter dem Befehl des Oberst-Lieu-irnantS Zidlinüky, hatten die Saale beseht gegen Bcrnburg,Alsleben und Wettin, sie standen in Gröbzig, Lobegiu,Domnitz und Mücheln.
Das Corps des Gen. Lieut. Kleist, zu welchem noch die Isaken-Regimenter unter dem Gen. Radionof hinzugefloße"waren, marschirte von Dessau nach Halle.
Das Corps des Gen. Lieut. Bülow hatte sein Hauptquartierin Dessau, und die Truppen lagen in engen Kantonirungen