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täglichen kleinen Gefechte, so wie die Nahe der russichen Vorpo-sten am Gruna-Bache, eö ihm wahrscheinlich machen mußten, daßer heute auf die Vorderabthcilungen des verbündeten Kriegsheereüstoßen werde, die meist aus Reiterei bestehen würden, welche ihmbei seinem Kriegsheere sehr mangelte, so ließ er aus sehr großerVorsicht, von der Division Souham große Vierecke, iLoc>Schritt von einander, jedes zu 4 Bataillons bilden, jedes von 4Kanonen decken; hinter dieses erste Treffen stellte sich die Reiterei-Brigade des Generals Grafen Valmy, aus dem roten Husaren-und dem badenschen Dragoner-Regiment bestehend. Die drei an-dern Divisionen der Generale Brennier, Girard und Riccard folg-ten auf gleiche Weise geordnet, jede Division ein eigenes Treffenausmachend; der Marschall Bessieres mit der Reiterei der Garde,machte den rechten Flügel des ersten Treffens aus.
Dem Beobachter eröffnen diese, dem stürmischen Charakterdes Kaisers Napoleon gänzlich untreuen Maßregeln der Vorsicht,einen Blick auf seine Gemüthsstimmung, in das Vertrauen, wel-ches er auf sein neugebildetes Kriegsherr setzte, und vielleicht auchauf das Vertrauen zu sich selbst, was nicht mehr das alte zu seynschien; denn wozu jene ängstlichen Anstalten, um mit beinaheZo.ooo Mann, unter denen sich überdies ffooo Mann Reitereibefand, auf ganz ebenem Boden nur zwei kleine Meilen vorzu-rücken? Aber es war ihm die Ueberzeugung geworden, daß dasverbündete Kriegsheer in der Kunst des Krieges sowohl, wie inseiner moralischen Kraft, dem seinigen weit überlegen sey.
Nach diesen großen Anstalten , setzte sich endlich der KaiserNapoleon in Marsch. Die Division Souham fand sogleich dierussische Reiterei unter dem General Winzingerode, auf den An-höhen, welche das Thal des Dorfes Nippach einschließen, hierstand sie selbst aufmarschirt, ihr Geschütz zum Gefecht bereit. —Die französischen Vierecke marschirten, dem russischen Artillerie-Feuer ausgesetzt, unter großem Verlust im Sturmschritt durchdas Thal und das tiefe Defilce. Die feindliche Hauptmacht um-ging die große Straße und das Dorf Nippach, auf dem mit einerAllee eingefaßten Wege zur Linken, und diese,Umgehung, die großeZahl des Feindes, und seine vorrückenden, festen und undurchdring-lichen taktischen Körper nöthigten den General Winzingerode, derhier keine Schlacht liefern und keinen Sieg erfechten konnte, dieseAnhöhen zu verlassen, und sich zurückzuziehen, was fechtend undishr langsam geschah. Bei dem Dorfe Röken nahm er eine neueStellung und brachte hier seine Reserve und alle reitende Artille-rie ins Gefecht und es erhob sich eine bedeutende Kanonade, wel-che von beiden Seiten so lange dauerte, bis sich am einbrechendenAbend der General Winzingerode links von der großen Straßezurückzog, die Franzosen vorrückten und die Russen nöthigten,Lutzen und den Floßgraben zu verlassen. Der General Winzinge-rode stellte sich darauf, sür diese Nacht, bei Groß- und Klein«Skörtcn und seine Vorposten vor sich auf, um dem Feinde die Be-legungen deö verbündeten KriegSheereL zu verbergen.