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sie auch benutzt, sich über die Stellung des Feindes und seinenMarsch, sowohl von Weifienfels nach Lätzen, als auch von Lühennach Leipzig durch Recognoscirungen zu unterrichten.
Die Absicht des Kaisers Napoleon ging dahin, heute mitseiner ganzen Heeresmacht durch Leipzig bis jenseit der StadtVorzudringen, und morgen dort eine solche Stellung zu nehmen,womit das verbündete Heer in Flanke und Rücken bedrohet wer-den solle; er glaubte jenseit Leipzig nur das CorpS des GeneralsWittgenstein zu finden, welches seinen Nachrichten zufolge, nochnicht mit dem CorpS des Gen. Blucher, das darnach noch immerin Altenburg stand, vereinigt war; er setzte voraus, dieses geringeCorpS durch seine Uebermacht zu schlagen, und wollte alsdannalle Straßen nach der Elbe besetzen, und das vereinigte Kriegs-herr von diesem Fluß abschneiden.
Diesen Ansichten gemäß gab er heute morgen dem Divisions-General Grafen Lauriston den Auftrag, mit seinem Zten Armee-Corps gegen Leipzig zu marschiren, und sich dieses Ortes zu be-mächtigen, worauf sich alsdann das ganze französische Heer dahinin Bewegung setzen solle. Der General Lauriston griff am Mor-gen um g Uhr das bei Lindenau zur Deckung von Leipzig auf-gestellte CorpS des Generals Kleist an, und der Kaiser Napoleonbefand sich selbst dabei, als ihm die Bewegung des verbündetenHeeres in seiner rechten Flanke, die man erst jetzt bemerke«, ge-meldet wurde. Der Kaiser Napoleon eilte sehr schnell nach Lätzenzurück, und machte die folgenden Anordnungen zur Schlacht.
Die Division Souham, welche das Dorf Klein-Görschcn be-setzt hatte, und bereits im Gefecht begriffen war, solle von denandern Divisionen des Zten Corps unterstützt werden, dies ZteCorps muffe zugleich die Dörfer Groß-Görschen, Kaja, Rhano undStaiffiedel, weiche als das Zentrum der Schlachtordnung angesehenwerden sollten, behaupten. Das 6te Corps (Marmont) solle sichsogleich in Marsch setzen, um den rechten Flügel zu bilden - der V>cc-Konig von Italien solle sogleich mit dem c itcn Corps (Macdonald)von Mark-Ranstedt aufbrechen, um den linken Flügel in derSchlachtordnung einzunehmen. Die Garden sollten sich unweitLätzen als Reserve aufstellen, um vorzüglich das Zentrum zu un-terstützen; das Corps (Bertrand) solle von Poserne aus, dieFlanke und den Rücken des Feindes bedrohen, und zugleich diegroße Straße von WeissenfclS nach Luhen, und den Uebergangüber die Saale decken.
Bon denen zur Erkennung des Feindes vorgeschickten Offizierenund DetaschementS wurde dem General Grasen Wittgenstein ge-meldet: man habe in der Gegend von Mark-Ranstedt Truppe»auW^rem Marsche nach Leipzig gesehn; bei Lindenau sey ein be-tziWndes feindliches Corps in einem heftigen Gefechte mit den-Druppen des Gen. Lieut. Kleist, auch wären die Dörfer Klein-und Groß-Görschen, Kaja -c. auf dem linken Ufer des Floßgra-benö, noch von der feindlichen Nachhut besetzt, und man bemerkenur wenige feindliche Truppen auf dem Marsch von Weifienfelsnach Lühen.