Band 
Erster Theil.
Seite
127
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Der Kaiser Alexander verließ am Morgen um 7 Uhr Groitzschund begab sich über Ostrau nach Frohburg, wo er mehrere Stun-den verweilte, sodann nach Penig ging, und dort die Nacht zu-brachte. Nach ihm verließen der König von Preußen und der

i Kronprinz das Städtchen Groitzsch, und begaben sich über Borneund Altenburg gleichfalls nach Penig. Das Hauptquartier desGenerals Grafen Wittgenstein war in Altenburg.

Französischer Seits soll sich während der heutigen Nacht dieArmee etwas zurückgezogen, und mit Tagesanbruch von Seitender Verbündeten, die Erneuerung der Schlacht erwartet haben;weshalb der Kaiser Napoleon mit den Anordnungen persönlichbeschäftiget gewesen, als ihm gemeldet worden: daß das verbün-dete Heer sich zurückziehe. — Es ließ der Kaiser Napoleon jetztsogleich die Kolonnen bilden, mit welchen er es verfolgen ließ,doch geschah es nur sehr langsam, mit einigen Kanonenschüssen;hier mag er doppelt schmerzlich seinen Mangel an Reiterei em-pfunden haben, denn wie ist ein rasches und Vortheil bringendesVerfolgen, einem entkräfteten Fußvolks möglich?

Dem Vicc-König von Italien wurde der Vvrtrab übergeben,er ging mit dem r>ten Corpö bei Pegau über die Elster, undnahm am Abend eine Stellung auf der Straße von Pegau nachBorne, und sein Hauptquartier in Wittstauden,

das te Corpö (Ney) welches durch den gestrigen Kampf ammeisten gelitten hatte, blieb auf dem Schlachtfelde stehen,das ste Corps (Verwand) passirte die Elbe bei Prödel,das Zte Corpö (Lauriston) marschirte von Leipzig nach Zwen-kau. Als das Corps Leipzig verließ, rückten die wachsamen Kosa-ken vom Corps des Generals Kleist, welche hinter Paunsdorfdie Vorposten hielten, sehr unerwartet wieder in Leipzig ein, sieverfolgten die Franzosen sogleich auf den Straßen nach Lindcnauund nach Zwenkau hin, und machten viele Nachzügler gefangen.Nach erhaltenem Befehl zum allgemeinen Rückzüge verließen siediese Stadt, und folgten auf der Straße nach Würzen,

das nte Corps (Marmont) passirte die Elster bei Litznowitz,das i2te Corpö (Oudinot) erhielt den Befehl bis nach Zeitzzu Marschiren,

^ das Hauptquartier des Kaisers Napoleon war in der StadtPegau.

^ Am /jten Map

wurde von dem verbündeten Kriegsheere der Rückzug fortgesetzt,""^iwar dergestalt, daß die sämmtlichen preußischen Truppen sich" wek von einer eigenen Nachhut gedeckt, die gestimmten

ek . ?-A*Wpen nach Rochlitz, von ihrer Nachhut unter demAM^adowitsch gedeckt, zurückziehen sollten.

K - preußische Truppen versammelten sich bei Gräfen-

yam auf dem Wege nach Frauenthal, und marschirten von dort

! ""t Tagesanbruch in folgender Art ab-

1 als Avantgarde unter dem Obersten von Zürgaß, die Reserve-Kavallerie, reitende Artillerie und 2 Eöquadrons brandenburg-sche Husaren,