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von Preititz aus in der Richtung von Würschen vor, sie warendort am Abend als die Vorposten gelagert.
Das 6te rite und i2te feindliche CorpS besetzten die von denRussen verlassene Stellung des linken Flügels vom Schlachtfclde,diejenigen ihrer Vorderrruppen, die am weitesten vorgerückt waren,lagerten bei Hochkirch.
Das 7W Corps (Regnier), welches erst, als die Schlacht be-endiget war, auf dem Schlachtfelde eintraf, erhielt den Befehl,sogleich über Würschen hinaus vorzurücken, es stand als Vorder-truppe des ganzen feindlichen Kriegsheerö, und hielt die Vorpostenan der Straße bei Nechern.
So endigte sich die zweite Schlacht, welche das verbündeteKriegsherr dem überlegenen französischen lieferte, und mit Ueber-zeugung kann man sagen, daß nichts verabsäumt wurde, um denSieg zu erkämpfen, nichts in der Führung der einzelnen HeereS-theile, und nichts von dem einzelnen Soldaten an Muth, Tapfer-keit und Ausdauer; und dennoch wurde kein Sieg erstritten.
Deshalb kann man nur fragen: wozu lieferte man also einedreitägige Schlacht, da man bei ihrer Einleitung schon vorher sah,es werde weder ein Sieg erkämpft, noch selbst die Stellung be-hauptet werden können? Wohl sollte der Zweck des Krieges nichtseyn, seine Streitkrafte zu zerstören, wenn dadurch weiter nichtserreicht wird, als daß einem zahlreichen Feinde eine Anzahl Men-schen tvdtgeschlagen werden, die dieser ohne Reue opfert, wenn ernur seinen Zweck erreicht.
Hä te man sich nicht vielmehr, nachdem man ein so ehren-volles Gefecht bestanden hatte, schon am Losten in der Nacht zu-rückziehen sollen? An jenem Tage, wo die Preußen und Russenihre Stellung so wüthig vertheidiget hatten, und wo, wenn die StadtBauHen so nachdrücklich als die andern Punkte vertheidiget wordenwäre, die Tapferkeit der Truppen nichts zu wünschen übrig ließ,man hätte sich, nachdem man die erste Stellung bei BauHen auf-gegeben, entweder bis auf die Anhöhen bei Weißenberg und Ne-chern, oder bis nach Neichenbach zurückziehen sollen; statt daßin der gefährlichen Stellung von Baschütz und Kreckwitz die ohne-hin geringen Streitkräfte auf ^ Meile gänzlich unwirksam aus-einander gerissen waren, gestattete die Aufstellung bei Reichenbachin vortheichaften Anhöhen die engste Vereinigung des Kriegsheeres,und bot uberdieß den Vortheil dar, daß sich hier alle Straßenvereinigen, und ein dort aufgestelltes Heer taktisch nicht umgangenwerden kann. Auch war die Stellung bei Baschütz jetzt schondeshalb nachtheilig, weil der Feind selbige g Tage durch genaustudiert, und jeden ihrer Mangel erspähet hatte. Der Einwurf,daß das verbündete Kriegsheer sich ja doch ohne Verlust zurück-gezogen hat, ist kein Beweis dafür, daß nicht viel auf demSpiele gestanden hat; denn was hätte man nicht alles verlierenmüssen, bei geschickterer Leitung des zahlreichen feindlichen Heeres— und es müssen die Fehler der Gegner nur sehr indirekte i"militairijchen Plänen aufgenommen werden, es muß diesen unddem Zufall der kleinste Theil bei Erreichung der Zwecke überlassen