Band 
Erster Theil.
Seite
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Grenadier-Bataillon, die vier Esquadrons Königinn Dragoner,und eine halbe reitende Batterie, in der Mitte zwischen ihnenrückwärts aufgestellt.

Die Stadt Halle war von 4 Bataillons des ,35 französi-schen Linien-Regiments und einigen Marsch-Bataillons und mit6 Stück Kanonen beseht, sie hatten zu ihrer Sicherheit alle Thore,mit Ausnahme des Galgenthors unzugänglich (barieadirt) ge-macht, und dieses Thor mit 3 Kanonen und einer Haubitze be-setzt. Als der Angriff der Preußen erfolgte, so schränkte sich derFeind darauf ein, nach den bedrohcren Punkten seine Scharf-schützen vorzusenben, die nach einem lebhaften Gefecht zurück ge-drängt wurden; sie vertheidigten die Vorstädte von Haus zu Haus,wodurch sie der preußischen Flügel-Kolonne, ihrer Tapferkeit unge-achtet, dennoch den Eingang von dieser Seite streitig machten.

Eine noch größere Kraft bei der Vertheidigung entwickelteder Feind auf seinem rechten Flügel, wo er aus dem Galgen - Thoreauf der großen Straße nach Merseburg, sowohl mit einer bedeu-tenden Zahl Scharfschützen, als mit einem Bataillon und4 Kanonen vorrückte und sich vertheidigte, auch hier war dasFeuer lebhaft und anhaltend; doch wurde der Feind endlich ingroßer Unordnung zum Rückzüge genöthigt, das dritte Bataillondes .tten ostpreußischen Infanterie - Regiments, von 2 EöguadronSwestpreußischer Dragoner unterstützt, warf sich am Galgenthoreauf den Feind, und nahn! ihm daselbst 2 Kanonen, r Haubitzermd 3 Munitionswagen ab.

Zu gleicher Zeit ungefähr, war es den Scharfschützen derbeiden Bataillone des dritten ostpreußischen Jnfanterie-RegimentSgelungen, mit der Hülfe einiger der gutgesinnten Bürgerschaft,sich des Steinthors zu bemächtigen, und in die Stadt hmeinzu-dringen, der Feind, obwohl er sich hartnäckig in jeder Straße ver-theidigte, wurde dennoch zurückgeworfen, und zum Rückzüge genö-thiget, er mußte endlich die Stadt völlig räumen, so daß sie uM10 Uhr des Morgens vom Feinde verlaffen war.

Den zum Galgenthore Angedrungenen Truppen, folgten dieLeiden Bataillone des dritten ostpreußischen Infanterie-Regiments,so wie jenen Scharfschützen zum Steinthor, das 2te ostpreußischeGrenadier-Bataillon als Unterstützung nach. Die preußische Rei-terei folgte dem Feinde, der sich auf der Straße nach Merseburgzurückzog, sie fügte dem Feinde großen Schaden zu, und nah!"ihm mehrere Gefangene ab, ihre Erfolge würden noch ausgezeich*rreter gewesen seyn,, hätte ihr die aus Vorsicht, jenseits der Stadtzurückgelassene reitende Artillerie schnell folgen können.

Es wurden in diesem Gefechte, wie erwähnt, Kanonen eineHaubitze und 3 Munitionswagen erobert, 260 Gewehre undGefangene gemacht, an Todten und Verwundeten verlor der Feindan 400 Mann. Der Verlust der Preußen betrug: t, Offiziereverwundet, und iLo Mann an todten und verwundeten Sol-daten.

Es sendete der Gen. Lieut. v. Bülow das 'sie Leib- Husaren^'Regiment auf Kundschaft gegen Leipzig hin; er beabsichtigte die-