Band 
Erster Theil.
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und Ehlsnik verlegt, und ihnen die Beobachtung der Saale vonBernburg bis nach Barby übertragen.

Am uten May mit Tagesanbruch marschirte die Brigadedes Gen. Maj. von Thümen, auf erhaltenen Befehl, jedoch mitZurücklassung ihrer Vorposten an der Saale, bei Roßlau über dieElbe zurück, der General nahm sein Hauptquartier in Klicken.An demselben Tage ging das gesammte Corps des Gen. Lieut.v. Bülow auf das rechte Ufer der Elbe, indem die Nachricht einge-gangen war, daß die drei feindlichen Heerestheile, nehmlich dasZte, Zte und ?te Corps unter dem Marschall Ney, im Anmarschgegen die Mark begriffen wären.

Am sZ. May machte der Gen. Lieut. v. Bülow, mit der Bri-gade des General von Thümen eine Erkennung gegen die FestungWittenberg; die Brigade war deshalb bei Dobien zusammenge-zogen und lagerte dort die Nacht hindurch.

Und es war nun in den Marken die Gefahr dringend undgroß, denn der zahlreiche Feind war nahe, und die eigenen Streit-kräfte reichten nicht hin, ihm zu widerstehen. Da gerietst allesVolk in den Marken in Bewegung, denn der hcldenmüthige Land-sturm war entschlossen, sich dem Feinde zu widersetzen; der Land-sturm des Bees- und Storkowschcn Kreises besetzte sogleich dieEngpässe bei Veeökow, Trebitsch, Cossenblath und Alt-Schalow,überall waren die Brücken so eingerichtet, daß sie sogleich abge-tragen werden konnten, die Zauchischcn, Luckcnwaldschen und Tel-towschen Kreise waren gleichfalls bewaffnet, von alten Kriegöleu-ten angeführt, entschlossen die Pässe über die Spree und dieBruchgegend bei Krausnik zu vertheidigen. Auch die BewohnerLeS Oderbruches, die schon früher Beweise ihres Muthes gegeben,waren, eben so wie in der Hauptstadt Berlin alle Mannschaft,wohl geordnet und vorbereitet zur Vertheidigung auszurücken, anschicklichen Orten waren die Zugänge zur Residenzstadt verschanzt,und wenn selbige auch nicht besonders zur Vertheidigung geeignetist, so gaben doch diese Maßregeln dem Volke Vertrauen, unddas vermehrte Gerücht davon erschreckte den Feind. Auch beiPotsdam hatte man eine Stellung hinter der Nuthe befestiget,und von Bnumgartenbrück bis nach Köpenik, wurde an Verschan-zungen, Verhauen und Uebcrschwemmungcn gearbeitet, auch umSuarmund herum wurden Schanzen angelegt; den Lauf der Nuthemit ihren verschiedenen Dämmen hatte man durch Fangdämmegehemmt, und die ganze Gegend nach Philippsthal zu, wurde un-ter Wasser gesetzt, dasselbe geschah auch bei Drewitz und bis nachPotsdam hin, wo sich die Nuthe mit der Havel vereiniget.

Als die genannten feindlichen Heertheile nun von Torgau undDon der Elbe vorrückten, da mußte sich der Gen. Lieut. v. Bülowentschließen, sich gegen Berlin zurückzuziehen, wo er alle Streit-rrafte vereinigen konnte, und zugleich nicht befürchten durfte inseiner linken Flanke umgangen zu werden. Und es trug der Ge-neral v. Bulow, dem russischen Gen. Lieut. Grafen Woronzow auf,in dem Falle, wenn der Feind bis gegen Berlin vorrücke, und eshier zur Schlacht komme, sich von Magdeburg über Brandenburg