Band 
Erster Theil.
Seite
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einem, zu den Vorposten des Generals v. Bülow gehörigen rus-sischen Kosaken-Regimente beseht; die Kosaken waren größtentheilsbeim Fouragieren abwesend, die wenigen Zurückgebliebenen, sollensorglos keine Vorposten ausgestellt haben, sie wurden von der fran-zösischen Reiterei überfallen, meist gefangen, und die Stadt wurdebesitzt.

Als der Gen. v. Bülow erfuhr, daß der Feind vorrücke unddie Sradt Hoyerswerda bereits stark besitzt habe, so befahl er derBrigade des Gen. Mas. v. Vorfiel und der des Gen. Maj. vonOppen, als den eigentlichen Dordertruppen, sogleich vorzurücken,den Feind anzugreffen, und ihn aus Hoyerswerda zu vertreiben,wahrend ihnen die Brigade des Gen. Maj. v. Thümen als Un-terstützung nachfolgen ,olfte. Es wurde die letztere auf derSwaße von K .hlau nach Hoyerswerda bis nach Alt-Döbern vor-geschickt, wo am 2?sien Mai 4 Bataillone ein Lager bezogen,während das Zte Bataillon des tsten »stpreußischen Znf. Reg.und 2 Eöq. westpreutzischer Dragoner über Ogerosi nach Drebkaumarschirten, und das russische Nieginskische reitende Zager-Regi-ment derselben Brigade bis »ach Alt-Zauer vorgeschickt wurde,mit dem Befehl, Abtheilungen in Dürrwalde und Laue aufzu-stellen, welche Patrouillen bis in die Gegend von Hoyerswerdaschicken foisten.

Die Brigaden der Generale v. Borstel und v. Oppen lager-ten bei Senftenberg.

Der 2sjste Mai.

Mit Tagesanbruch rückten die beiden Brigaden der Generalev. Borstel und v. Oppen, jede eine eigene Kolonne ausmachend,also in 2 Kolonnen von Senftenberg auf den beiden Ufern derschwarzen Elster gegen Hoyerswerda vor; sie fanden schon diesseitder Stadt bei Bergen und Neuwiesi die französischen Vorpostenaufgestellt, diese wurden sogleich gegen Uhr des Morgens vonden pommerschen Husaren angegriffen und zurückgeworfen. ESgla btcn die preußischen Generale hier nur die feindlichen Vor-dcrtruppen etwa 0 bis guoo Mann stark, von einer vorrückendenfeindlichen Kolonne anzutreffen, sie gedachten selbige mit Tages-anbruch zu überfallen, wozu sie auch nur die Anweisung des Gen.v. Bülow erhalten harten; um so mehr waren sie jetzt überrascht,als sie hier bereits ein 25 bis Zc>,ooo Mann starkes feindlichesCorps, also einen ihnen dreifach überlegenen Feind vorfanden.

Es wurde jetzt von Naarden her ein von Artillerie unter-stützter Angriff von der Brigade des Gen. Maj. v. Oppen ausdie läste (oder damische) Division des Gen. Lieut. Ragliovich ge-macht; es mußte sich diese in Vierecken aufstellen, um sichznbehaupten; auf der andern Seite hatten die preußischen Scharf-schützen der Brigade von Borstel bereits die Dörfer Bergen uubSeidenwinkel erobert und beseht, worauf sie über das Lager derfeindlichen Vorposten schon weit vorgerückt waren; als die zurück-weichenden feindlichen Truppen durch die Division Pactodt unter-stützt wurden, es entstand nun durch die feindliche Mehrzahl eirttUeberlegenheit des Gefechtes für den Feind, deshalb entschloß M