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Die Bagagen der vier ersten Kolonnen sollen sogleich nach Lüb-ben gesendet werden.
In der Ausführung dieser befohlnen Unordnungen tratenjedoch' bei der zweiten und dritten Kolonne, dadurch, daß dasfeindliche Corps dem preußischen zuvorkam, und die Stadt Kah-lau früher besetzte, mehrere Veränderungen ein. Es traf nehmlicham Nachmittage zuerst die Spitze der dritten Kolonne des Gen.Mas. v. Öppen bei Kahlau ein, und fand diesen Ort bereits vondem feindlichen Corps des Marschall Oudinot, welches von Blan-kenhayn und Finsterwalde angerückt war, bereits besetzt; es ver-anlaßte dies ein Gefecht, obgleich der Gen. Mas. v. Oppen denMarsch seiner Kolonne rechts um die Stadt herum über Vetz-schau nach Luckau hin veränderte. Beinahe um dieselbe Zeit trafauch die zweite Kolonne des Gen. v. Thümen in der Gegend vonK HIau ein, auch sie wendete sich der gleichen Ursache wegen, undwegen des gegebenen Befehles, daß sie sich heute nicht in einernsthaftes Gefecht mit dem Feinde einlassen sollte, denselben Wegüber Vetzschau nach Luckau; das rste Leib-Husaren-Regimentdeckte die Vereinigung dieser beiden Kolonnen, der Feind kanonirteziemlich heftig, doch ohne großen Erfolg, und so unterhielten auchseine Scharfschützen ein ununterbrochenes Feuer. Nach einemNachtmarsche erst am folgenden Morgen um 5 Uhr trafen diedrei ersten Kolonnen in Luckau ein, wo sie sogleich durch dieStadt auf das linke Ufer des Flüßchenö Perste marschirten, undauf den dortigen Anhöhen eine Stellung nahmen und das Lagerbezogen. ,
Auf dem rechten Ufer des Flußchcns vor der Stadt bliebenbei KauSdorf und Frcödorf als Vordertruppen aufgestellt; unterdem Gen. Mas. v. Oppen, das iste Leib-Husaren-Regiment,3 Bataillons des Zten ostpreußischen Infanterie-Regiments, 4 Ka-nonen, und das russische Kosaken-Regiment Beschenzow.
Am 4ten Juni das Gefecht bei Luckau.
. Die Stadt Luckau liegt wie bereits erwähnt, an dem kleinen»lüßchen Perste, es hat dieser kleine Fluß sehr tiefe morastigeUfer, über welche wenige Wege gehen, und er bewässert einen tiefenWassergraben, der dicht an der Mauer um die Stadt herumgeht,und diese von den Vorstädten trennt. Außer der Straße durchdie Stadt, sind zwischen den Gärten und dem Stadtgraben einigeBrücken über den Bach, so daß man auch um die Stadt herum-komrnen kann, die übrigen Brücken oder Dämme über diesen4 Meile davon entfernt. Gegen Norden liegen be-trächtliche Höhen, welche die Stadt und den Uebergang beherr-schen, und es würde schwer seyn, sich erst, wenn die Stadt erobertIst zu entwickeln, um jene Höhen anzugreifen.
D>e Truppen waren in folgender Schlachtordnung aufgestellt:Den rechten Flügel hatten die russischen Truppen unter demGen. Mas. Harppe.
2 Esquadrons polnischer Uhlanm, Kommandeur der OberstGuriew.