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Feind, eine bedeutende Zahl armer Einwohner, welche sich nichternähren konnten, aus der Festung.
Am ,2ten April macht/ der Feind mit ungefähr 2000 Mannund mit zwei Kanonen einen Auefall, er theilte sich in zwei Ko-'lonnen, von denen die erste und schwächere gegen Rauschwitz vor-rückte; die zweite oder Hauptkolonne richtete ihren Marsch gegenBroslau, und schien die Absicht zu haben, das Diel) von dort weg-zutreiben. Da indessen der Posten von Broslau, von Nilbanund Schlön zeitig hinreichende Verstärkung erhielt, so wurde derFeind nachdrücklich zurückgewiesen.
Am i.iten April kanonirte der Feind den diesseitigen bei Lin-denruh und Rauschwih aufgestellten Posten, jedoch ohne Erfolg,obgleich er kaum 70k, Schritt vom Haupkwall entfernt war.
Am i7ten April ging von allen Seiten die Nachricht ein,daß sich in der Gegend von Zielcnzig und Dressen ein französi-sches Corps von einigen tausend Mann gezeigt habe, welches über-all plünderte und brennte. Die Magisträte von Grüneberg undCrossen baten um schleunige Hülfe. Eü wurde sogleich das Ko-saken-Regiment deö Fürsten Scherbatow abgeschickt, um in Ver-einigung nstt dem bereite zusammengetretenen Landsturm, dem wei-ten, Vordringen Einhalt zu thun. Am Abend aber ging die Nach-richt ein, daß die Gefahr gehoben sey. Ein Ausfall der franzö-sischen Garnison von Cüstrin, welcher bis Pleischhammer vorge-drungen war, und sehr übel gewirthschaftet hatte, gab die Veran-lassung zu diesem übertriebenen Gerüchte, das Regiment Scher-batow wurde zurückbeordert.
Am igten Apr'l gingen die Nachrichten ein, daß in verschie-denen Ortschaften des Herzogthums Warschau nicht unbedeutendeWassenvorräthe und Munition vorhanden wären. Es wurdendemnach einige Kavallerie-DetaschementS abgeschickt, um selbigein Be>chlag zu nehmen. Dies hatte den Erfolg, daß eine bedeu-tende Menge Gewehre, Säbel w. nach und nach eingebracht, undzur Bewaffnung der Landwehr verwendet wurden.
Am listen April wurde das Blokade-TorpS durch 4 neuerrichtete preußische Reserve-D-taillons vermehrt, wogegen das2te Reserve-Bataillon des Leib-Infanterie'-Regiments zur Ar-mee abging. Um den Feind beständig zu ermüden, wurde derselbealle Nächre durch kleine Abtheilungen allarmirt, die sich im Fin-stern bis an die Pallisaden der Festung heranschlichen.
Am 2,,. April machte der Feind einen Ausfall gegen den Postenvon Lindenruh, zog sich aber beim Vorrücken der diesseitigen Trup-pen schleunig in die Festung zurück.
Am 2sisten April machte der Feind auf dem rechten Ufer decOder einen AuSfall, wurde aber durch die diesseitigen Truppenzurückgeworfen. Da der Feind auf der Insel, welche die alte undneue Oder bildet, jeden Morgen Patrouillen vorschickte, so wurdediesseits ein Ossi.ier Mit 20 Scharfschützen inS Versteck gelegt,welches aber nicht vollständig gelang, da die feindliche Patrouillevorsichtig war.
Am 27flen April stieß die Reserve-Zsquadron deö ersten schlc-