Band 
Erster Theil.
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Unterstützüngs-Truppen heranziehen, Preußen alle seine Rüstun-gen vollenden.

Also alle drei Mächte waren entschlossen, ihre Kriegüheereüber dar Gewöhnliche zu verstärken, weil sie neuerdings die Er-fahrung gemacht hatten, wie es Noth thue.

Nur unbefangen durfte man die damaligen preußisch-russischenStreitkräfte erwägen, um sich zu überzeugen, daß mit diesen keineHoffnung zum Siege sey. Es hatte das verbündete Kriegsherr»wegen der Uebermacht des Feindes, bereits die Stellungen an derQueis, an der Katzbach und schon selbst die bei Schweidnih ohneVertheidigung verlassen müssen, die Anhöhen von Strehlen waren,wie früher erwähnt, bloß als ein Marschlager, und nicht zur Ver-theidigung erwählet, vielmehr bereits der Uebergang über die Oder,von Ohlau bis Oppeln angeordnet. Wurde der Waffenstillstandalso nicht abgeschlossen, so mußte entschieden werden: ob das preu-ßische Heer zwischen Neisse und Glatz ein verschanztes Lager be-ziehen, oder ob es den russischen Truppen über die Oder nach-folgen solle, denn von den Russen konnte es wohl nicht verlangtwerden, den Preußen in jenes Lager zu folgen, und so Polen, ihrVaterland, ihre Operationsbasis aufzugeben. Und kehrten die Rus-sen nun auf das rechte Ufer der Oder zurück, trennten sich diepreußischen und russischen Kriegüheere, — welche Hoffnungen aufgroße und thätige Unterstützung konnte Preußen dann noch hegen?Es würde also wahrscheinlich das preußische Kriegsherr bis auf«inen abgesonderten Heerestheil, wie die obigen Gründe es ent-wickeln, sich mit dem russischen auf das rechte Ufer der Oder zu-rückgezogen haben, der Feind würde mit seiner Hauptmacht, trotzder beiden preußischen Flügel-Corps in den Marken und inSchlesien, denen er abgesonderte Corps entgegengesetzt haben würde,von Breslau und Glogau aus ihnen gewiß sehr schnell nach Po-len nachgefolgt, seyn, dessen Bewohner ihn gerüstet erwarteten —konnten die Verbündeten in diesem Lande eine Schlacht anneh-men? oder mußten sie sich nicht vielmehr, vielleicht ohne SchlachtLis jenseits der Weichsel zurückziehen; denn eine verlorene Schlachtin Polen, hätte für das verbündete Kriegsheer, wegen des Volks-krieges, in ihren Flanken und Rücken, leicht entscheidend werdenkönnen.

So würde ein großer Theil der Landwehren des preußi-schen Staates nicht errichtet, Preußen von einem großenTheile seiner Provinzen abgeschnitten worden seyn, verlustig derMittel an Menschen, Geld und Kriegsbedürfnissen; und würdeOestreich, wenn die russischen und preußischen Kriegsheere biszenseitö der Weichsel zurückgedrängt waren, nicht eben so wie iinZahre 1807, es unterlassen haben, dem Kriege gegen Frankreichbeizutreten?

So standen die Dinge vor dem Waffenstillstände, und höchstunwahrscheinlich ist es, daß sie sich, wurde er nicht abgeschlossenanders gestaltet haben würden, als angedeutet worden ist. Dahingegen ergaben sich, bei Berechnung des beabsichtigten Gewinntwie auch die Zeit dargethan hat, folgende Resultate: