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Beilage XII.
Die Geschichte der Belagerung der Festung Thorn, vom 26. Märjbis den 16/4. April iZ,Z.
Journal über die Belagerung der Festung Tborn, vondem Tage der Eröffnung derTrancheen bis zurUcbergadeder Festung.
Den aasten März. — Nachdem der Generallieutenant Opper-mann in das Hauptquartier von der Festung Thorn angekommen war,und von dem Oberbefehlshaber der Zten Armee erfahren hatte, daßauf dem linken Ufer der Weichsel bereits 2 Mörser und 2 Einhörnersteh aufgestellt befänden, die g-qen die Stadt spielten, und daß zurEröffnung der Trancheen auf die folgende Nacht alles bereit sey, eilteer, gemeinscha'tlich mit dem Ingenieur-Odristlieutcnanr Michaud denPlatz in Augenschein zu nehmen, den dieser letztere zum Angriff aus-ersehen hatte, und fand ihn sowohl nach der Beschaffenheit der Fe-stungswerke, als auch wegen der Situation in der Runde, vortheil-haft, schlug aber, statt der Arbeiten, die in der ersten Nackt unter-nommen werden sollten, vor, daß die Erbauung der Batterien aufdem .Hasenberge aufgeschoben werden wogte, bis die andern HinternBatterien gegen die Festung und gegen den auf dem Bäckerbergebefestigten Pösmi ihre Wirkung gethan habe» würden, denn die Arbeitauf dem Hascnberqe schien, sowohl wegen der Nähe desselben an derFestung, als auch in Rücksicht der Enge und der großen Unregelmä-ßigkeit dieser Anhöhe,, sehr schwierig, welches sich auch in der Folgein vollem Maaße bewahrte. Dieser Vorschlag des GcnerallieutenantsOppermann wurde angenommen, und die Errichtung jener Batteriein der ersten Nacht unterblieb. Zugleich sah der Gen. Oppermanndurch seine unternommene Besichtigung, daß stck in dem Ingenieur-Depot eine hinlängliche Menge von Schanziiistrumeiitcn für die ganzeDauer der Belagerung befand, daß für die anfänglich-n Arbeiten auchScbanzkörbe, Faschinen,, Pfähle u. s. w. genug vorhanden waren, unddaß auch die große Thätigkeit des Tranchee-Majors, Garde-CapltainsWeljaminow, und des Capitainö Kanattscittkvw vom 2ten Pionierregi-menr »och täglich eine ziemliche Menge derselben fertig gemacht undeingeliefert wurden. Dancbst bildeten die angekommenen zwei Sap-peurkompagnien und Ingenieur-Offiziere mit den schon vorher bei derIten Armee sich befundenen Ingenieurs und Pioniers eine hinläng-liche Anzahl Rute zu den Arbeiten im Jngenieurfache; und dieserwc-qcn fand der Gcnerallicutenant Oppermann, obgleich die Anzahl derArmee Soldaten zur Unternehmung der Arbeiten und zur Deckungderselbe» in den Trancheen sehr eingeschränkt war, keine Ursache, derVerfügung deS Jnaenieur - ObristliciitenantS Michaud zur Unterneh-mung der Belagerung und zur unverzüglichen Eröffnung der Tran-cheeu seine Beistimmung zu versagen.
Die Haupt-Verfügungen zur Belagerung machte der Oberbefehls-haber der .neu Armee, Herr General der Infanterie Barklay deTollVselbst, das Bclagcrunaskorps kommandirte per General der InfanterieGraf Lang-ron, zum Befehlshaber der Ingenieurs war der Odristli.ut-Michaud bestellt, und unter ihm waren 4 Brigaden fvrmirt: die niekommandirte der Obristlieut. Klcmenko, die 2te der preußische MajsbV. Engclbrecht, die Zte der Capitain Hulkowius, die gte der preußischCapital« p. Gaett; der Eeneraüieut. Oppermann behielt sich die Best^