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Das Korps des M. Mortier, nicht über 20,000 Mann,von Schweinfurt bis rückwärts am Tauber bei Mcrgentheim undRothenburg, Hauptquartier Bischoffsheim, steht mit unter M.Bernadottes Befehl und möchte daher ebenfalls zur Operationnach Sachsen bestimmt sein.
Es schien dem Fürsten Hohenlohe wahrscheinlich, daß beimAusbruch des Krieges die Korps von Bernadotte, Davout undMortier, also einige 90,000 Mann, in mehreren Kolonnen vorzu-dringen versuchen würden; eine Kolonne werde vermuthlich überHof, eine zweite über Bamberg und Koburg, eine dritte über Kro-nach, Nordhalben, Lobenstein, Schlei;, und eine vierte von Schwein-furt über Männerstadt, Meiningen marschiren, während das Auge-reausche Korps wohl zur Operation gegen die Hessen bestimmtsein und im Fulvaschen vordringen dürfte, um zugleich die linkeFlanke der französischen Hauptarmce zu sichern.
Man schätzte somit die Stärke der französischen Armee, incl.die Bayern und Württemberged, in Deutschland auf über 200,000Mann ohne die übrigen Rheinbundsfürsten.
In Folge dieser Nachrichten wurde am 8. September einEntwurf für die zu eröffnenden Operationen aus Charlottenburgerlassen. Derselbe war nach dem Vorschlage des Herzogs vonBraunschweig vom 31. August, in dem gewöhnlichen Rathe desKönigs, unter Mitwirkung des Fürsten Hohenlohe, bearbeitet wor-den, nachdem ein Mémoire des Majors Rauch vom Gcneralstabeeinige Abänderungen der ersten Vorlage hervorgerufen hatte. Esgründete sich der Entwurf in politischer Beziehung darauf, daß— nach der Ansicht des Grafen Haugwitz — der Krieg unver-meidlich sei, daß die Sendung des Generals Knobelsdorf nachParis nur den Zweck haben könne, Zeit zu den kriegerischen Vor-bereitungen zu gewinnen; in militärischerBeziehung, daß Na-poleon seine in Bayern und Franken stehende Armee schnell verei-nigen, und die Offensive durch das Bayreuthischc gegen Sachsenauf Dresden ergreifen werde, nicht nur, um diesen VerbündetenPreußens für seinen Beitritt zu strafen, sondern auch, weil diekürzeste Operationslinie aus Berlin aus Franken durch Sachsenführte und der Umweg über Dresden nur unbedeutend schien.