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Erster Theil. Erster Band.
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welchen sich die Franzosen aus der Ober-Pfalz und dem Bam-bcrgschen zurückziehen sollten, um sich am Main zu konzentriren,wohin auch die feindlichen Truppen aus Schwagen und Bayerndirigirt sein sollten. Man glaubte hiernach im Hauptquartier, daßdie Vereinigung der französischen Armee bei Bamberg und Schwein-furt statt finden werde. — Weiter erhielt man die Nachricht, daßsich die öftreichschen Truppen bei Saatz, Prag und Tabor sam-melten, und daß die östreichischen Kriegsgefangenen weiter nachFrankreich zurücktransportirt würden. — Der General-Lieutenantl'Estocq meldete aus Neu-Ostpreußcn, daß sich 25,000 Russenbei Brzesc in Lithauen, 20,000 Mann bei Wilna und 40,000Mann bei Grodno und Kauen zusammenzögen und die ganzeMacht unter die Befehle des alten Feldmars^alls Kaminskoi tretenwürde, so daß es allen Anschein hatte, daß der Antrag, 50,000Mann russischer Hülfstruppen durch Südpreußen und Schlesiendirigirt zu sehen, in Erfüllung gehen werde. —

Am 28. September meldete der General Graf Tauentzienaus Hof, „daß 300 Franzosen die Nürnberger Pflcgämtcr alsAvantgarde besetzt, daselbst eine Menge Vieh, Lebcnsmittcl undVorspann für eine Armee requirirt hätten, daß die französischenSoldaten zum Aufbruch bereit ständen, daß die Straßen aus demBambergschcn nach Bayreuth rekognoszirt würden, und daß einegleiche Thätigkeit jenseits des Mains bei Schweinfurt herrsche,so daß sich ein baldiger Angriff ohne Kriegserklärung erwartenlasse."

Am Abend desselben Tages kehrte der Hauptmann Müfflingdes Generalstabes vom Fürsten Hohenlohe aus Chcmnitz zurückEr hatte den Obersten Massenbach bereits auf dem Wege nachChemnitz getroffen, und waren von demselben sofort die Märschenach der nunmehr einzuschlagenden Richtung eingeleitet worden.Der Fürst war am 28. ebenfalls nach Chemnitz gekommen, undtrotz der Mißstimmung in die er und sein Hauptquartier durchden neuen Operationsplan versetzt wurde, da derselbe in keinerWeise seinen Ansichten und denen des Obersten Massenbach ent-sprach, hatte er dennoch dem Könige seine Bereitwilligkeit erklärenlassen, auf die vorgeschriebene Art mit seinem Korps zu vperiren.