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Feind nur mit einigen Divisionen über Hof vorgedrungen sei, unddaß der General Gr. Tauentzien, dessen rechte Flanke durch denGeneral Schimmelpfennig gedeckt wurde, sich ein paar Tage zwi-schen Schleiz und Auma werde halten können. Die vom PrinzenLouis eingehende und diesem von dem in Saalfeld sich aufhaltendenHerzog von Koburg zugegangene Nachricht, daß der Feind auchvon Koburg mit 2 Korps in Eilmärschen auf Saalfeld vordringe,bestätigte ihm seine Vermuthungen; er glaubte im Fall der Ge-nehmigung seines Planes, die Stellung bei Mittcl-Pöllnitz früh-zeitig genug erreichen zu können, um dem Feinde mit gesammeltenKräften entgegenzugehen und ihn aus der Gegend von Schleizwieder vertreiben zu können. Noch hielt er indessen die Befehlezum Uebergang über die Saale am 10. zurück.
Der Plan wurde jedoch nicht genehmigt, wie denn auch nichtauf ihn eingegangen werden konnte. Der Herzog antwortete um1 Uhr Mittags auf das zweite Schreiben des Fürsten von 5 UhrMorgens:
„E. D. beide geehrte Schreiben vom 9. d. habe ich richtigerhalten, und freut es mich, daß der General Gr. Tauentziensich gleich zu Anfang auf eine so glückliche Art hat zurückziehen können, was allerdings seinen sehr zweckmäßigen Dis-positionen zu verdanken ist. Nachdem nun aber dieser Ge-neral die Weisung erhalten, sich auf Dresden zurückzuziehen,so hat es Sr. Majestät dem Könige geschienen, als wennE. D. Idee, sich auf den Höhen von Ober- und Mittcl-Pöllnitz zu formiren, und gedachten General an sich zu zie-hen, um so mehr nicht ausführbar sein dürfte, als die Trup-pen von E. D. vereinzelt dort ankommen, und vielleicht,bevor die Hauptarmee zeitig genug heran wäre, in ein nach-theiliges Gefecht verwickelt werden könnte. Es ist keines-weges die Absicht, den Feind am diesseitigenUfer der Saale zu erwarten, indessen ist es wünschens-werth, ihm gleich mit der gehörigen Macht und vereintenKräften entgegen zu gehen; dieserwegen E. D. Einsicht esvon mir anheim gestellt wird, die vorwärts befindlichen säch-sischen Bataillone an Sich zu ziehen und die Annäherung