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Erster Theil. Erster Band.
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sollte sich dem sächsischen Korps bei Mütel-Pöllnitz anschließen, \doch 100 Pferde des Regiments unter dem Major Haugwitz überNeustadt und Pösncck patrouilliren und Nachrichten vom Feindeeinziehen. Der Adjutant des Fürsten, Major Röder, begleitetedie Patrouille, um nach Kahla Bericht zu erstatten. Auf demhalben Wege nach Kahla, kam dem Fürsten bereits ein vom Ge-neral Grawert abgesandter Offizier mit der Meldung entgegen,daß der Prinz Louis den Franzosen auf Saalfeld entgegen gerücktsei; in Hummelshayn erreichte ihn der am vergangenen Abendvon Erfurt abgegangene Ingenieur-Major Engelbrecht, und dichtvor Kahla erhielt er durch einen sächsischen Ordonanzoffizier vonden Husaren einige Nachrichten, wie der Stand der Dinge beiSaalfeld zwischen 10 und 11 Uhr gewesen war.

Das Gefecht bei Saalfeld am 10. Oktober.')

Es scheint angemessen, der Darstellung des Gefechts eineCharakteristik des Prinzen Louis, wie sie der General Clausewitzin seinem hinterlassenen Manuskripte giebt, voranzuschicken, umdadurch ebenfalls ein Licht auf die Anordnungen im Gefecht zuwerfen.

„Der Prinz war der preußische Alcibiades. Gleichsam alswäre er der erstgeborne Sohn des Mars, besaß er einen uner-meßlichen Reichthum von Herzhaftigkeit und kühner Entschlossen-heit, und wie gewöhnlich Majoratsherrn stolz auf ihren Reichthum,das Andere vcrnachläßigen, so hatte auch er für eine ernste Bil-dung und Entwickelung seines Geistes nicht genug gethan. DieFranzosen nannten ihn un crâne; wenn sie damit einen geistlosenTollkopf bezeichnen wollten, so war das Urtheil sehr verfehlt. SeinMuth war keine brutale Gleichgültigkeit gegen das Leben, sondernein wahres Bedürfniß nach Größe, ein wahrer Heroismus. Erliebte das Leben und genoß es nur zu sehr, aber die Gefahr

I) Siehe den Plan zum Gefecht bei Saatfeld. Es sind in demselbennur die ersten Anordnungen der Preußen angedeutet, um nicht die Ueber-sicht zu erschweren.