Straße von Koburg vorrückende Kolonne die Avantgarde desM. Lannes sei, der mit 30,000 Mann nachfolge und den Befehlzum Angriff habe — daß die Franzosen einen Weg, der vomKamm des Gebirges oberhalb Garnsdorf links abführe, rekog-noszirt hätten." Der Vorpoftenoffizier hatte dies alles dem Haupt-mann Valentini mitgetheilt und hinzugefügt, daß der Feind allemAnschein nach stark an Kavallerie sei, die wohl in dem Terrainbei Saalfeld, besonders in der rechten Flanke der Jäger und Fü-siliere agiren könnte. Der Oberst Rabenau hatte, gewissermaßenin 2. Linie von dem Detafchement des Hauptmanns Gneisen«»,aber getrennt durch einen Grund und Gärten, die übrigen 3 Kom-pagnien seines Füsilier-Bataillons zwischen der Stadt und demRabenftein, der linke Flügel an der Stadt, aufgestellt; auf demrechten Flügel die 12 Geschütze der 6pfündigen Batterie Riemann— die aus Mißverständniß nicht nach dem vom Prinzen bezeich-neten Rendezvous, sondern nach Saalfcld marschirt war — unddie è reitende Batterie Gausc auf einer sanften Anhöhe; die 3Schwadr. Schimmclpfennig-Husaren weiter rechts vorwärts trupp-weise gegen die Ausgänge des Gebirges. Die Einquartierungvon Alten-Saalfcld — das Füsilier-Bataill. Rühle und 2 Schwadr.Schimmelpfennig-Husaren — stand noch auf den Anhöhen desrechten Saalufers. Das in Saalfeld befindliche Magazin wurdemit Ochsenwagen geräumt, wodurch der Marsch durch die Stadterschwert wurde.
Nachdem der Hauptmann Valentini sich so vom Stand derDinge unterrichtet hatte, ritt er zurück dem Prinzen entgegen, dener bereits auf dem halben Wege traf. ^
Der Prinz hatte, nach Zurücklassung einer Kompagnie deszu ihm gestoßenen sächsischen Regiments Xaver an der Saalbrückevor Rudolstadt um 7 Uhr das Gros der Avantgarde in einerrechts abmarschirten Kolonne zwischen Rudolstadt und Volkstäktversammelt, und dasselbe in Marsch gesetzt, ohne das RegimentMüffling abzuwarten, das die Tete haben sollte, aber am ent-ferntesten, bis Remda, gestanden hatte. Die Kolonne marschirtcin folgender Ordnung: