Band 
Zweiter Theil. Dritter Band.
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Strzegocin auf Pultusk hatte zurückziehen sollen, war nicht ein-getroffen. Der General Graf Pahlen war mit einer Arriergarde— dem 21. Jäger-Regiment, dem Sumschen Husaren-Regimentund einer reitenden Batterie — bei Lopaczyn zurückgeblieben.

Vor dem Fürsten Gallizin, der vergeblich auf Befehle vomGeneral Bennigsen gewartet hatte, erschienen bei Slubowo am25. die Spitzen des Feindes von Nowemiasto her, und griffeneine vorgeschobene Schwadron des Pskowschen Dragoner-Regts.an. Durch 3 Schwadronen unterstützt, gelang es, die Franzosenzum Stutzen zu bringen, da sie in dem bedeckten Terrain dieStärke des Gegners nicht übersehen konnten und ohne Artilleriewaren. Gleichzeitig traf eine andere feindliche Kavallerie-Abthei-lung von Lopaczyn her ein, welche 2 Schwadronen Sumscher Hu-saren verfolgte, die vom General Gr. Pahlen abgedrängt wordenwaren. Der Fürst Gallizin sandte 1 Bataillon und 2 Schwa-dronen zur Aufnahme der Husaren vor, so daß auch auf dieserSeite der Feind sich auf ein Flanqueur-Gefecht beschränkte, dasbis um 3 Uhr Nachmittags dauerte. Um diese Zeit traf das vomGeneral Sacken abgeschnittene Detaschement, das unterhalb Lopaczyngestanden hatte, nämlich das Dneprowskische Musketier- und Klein-Russische Kürassier-Regt., auf dem Marsch nach Strzegocin beiSlubowo ein. Der Fürst behielt es bei sich, da er Strzegocinbereits im Besitz des Feindes wußte. Erst gegen Abend ereichteder Befehl des Generals Bennigsen zum Rückzug auf Golyminden Fürsten, und befreite ihn aus einer sehr peinlichen Lage.Bei einbrechender Dunkelheit wurde der Rückzug angetreten, undmußte man sich rechts gegen Pultusk und links gegen die Sonnadurch Detaschements decken, da feindliche Abtheilungen den Marschauf beiden Seiten begleiteten. Bereits f Meilen von Slubowowurde den Truppen einige Ruhe gegönnt; sie waren, mehr abernoch die Pferde, gänzlich erschöpft. Geschütze und Wagen ver-sanken bis über die Achsen im Koth und das sehr üble Wettererschwerte den Marsch ebenfalls außerordentlich. Der Fürst Gal-lizin sandte nach Golymin voraus, um den General Dochtorowvon seinem Anmarsch zu benachrichtigen, und zu bitten, ihn mitder 7. Division aufzunehmen, da er von zwei Seiten vom Feinde