Band 
Zweiter Theil. Dritter Band.
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in Verbindung mit Königsberg, gegen die Kommunikationen derFranzosen zu manövriren, und so auch mit den geringen Kräftenein bedeutendes Gewicht in die Wagschale des Krieges zu legen.

Der Stoß Napoleons auf Golymin mit den Hauptkräftengeschah in der Unkenntniß von den Bewegungen des Gegners,woraus man ihm in diesem Terrain, und bei einem solchen Zu-stande der Wege nicht füglich einen Vorwurf machen kann. Hätteer erfahren, daß der General Bennigsen mit der Mehrzahl seinerTruppen bei Pultusk stand, so würde er einfach den M. Davoutmit seinem ganzen Korps von Strzegocin, den M. Augereau vonNowemiasto, und einen Theil der Kavallerie-Reserve gegen Pul-tusk, den M. Soult von Ciechanowo gegen Golymin und Ma-kow in Bewegung gesetzt haben, während ein anderer Theil derKavallerie die Bewegung auf Pultusk gegen Golymin sicherte.Der M. Davout und die Kavallerie konnten ebenso früh beimDorfe Mosino als bei Golymin eintreffen, und die Lage des Ge-nerals Bennigsen, der in der Front bereits mit dem M. Lannesbeschäftigt war, würde sehr bedenklich geworden sein.

Die Gefechte bei Pultusk und Golymin klärten Napoleonüber die Aufstellung der Gegner, der heftige Widerstand aber überdas auf, was er beim wettern Vordringen noch zu überwindenhaben würde. Er ließ daher die Truppen Halt machen, um ihnenendlich die benöthigte Ruhe nach den fortgesetzten Anstrengungenseit Anfang Oktobers zu gönnen, das Material wieder herzu-stellen, sich zu einem neuen, in jeder Beziehung schwierigen Feld-zug vorzubereiten, und sich, vor Fortsetzung der wettern Opera-tionen, durch die Wegnahme von Kolberg, Danzig und Graudenzmehrere Sicherheit für seine Verbindungen zu schaffen. —