Reste einiger alter Schanzen benutzt, um darauf Batterien zur Be-streichung des gegenüber liegenden linken Weichsel-Ufers und zurFlankirung der Kalkfchanze anzulegen. Schon die Schließung undPallisadirung dieser alten, wieder hergestellten Schanzen würdegenügt haben, der Besatzung des Holms bei einem Ueberfall hin-reichenden Anhalt zu geben, um die Insel mit einigem Erfolgbehaupten zu können. Da man jedoch während der Armirungs-arbeiten diesen Terraintheil nicht für gefährdet hielt, so unterblie-ben diese an sich unbedeutenden Arbeiten. Warum fie aber später,nachdem die Franzosen sich zwischen dem Holm und Weichselmündefestgesetzt hatten, wo die Gefahr, die dem Holm drohte, mehr alsje in die Augen springen mußte, ebenfalls unterblieben, warumzu dieser Zeit die Besatzung der Insel nicht selbst Hand anlegteund jene Redouten schloß, läßt sich um so weniger erkennen, alsanderwärts Alles den Verhältnissen gemäß geschehen war, waszur Verstärkung der Werke beitragen und die Fortschritte des Be-lagerers aufhalten konnte.
2) Die artilleristische Armirung der Festung.
Sowohl im Zeughause als auf den Wällen Danzigs be-fand sich eine große Menge Geschütz, von der aber die Mehrzahlaus der Zeit der Belagerung von 1734 herstammte und wegenihres nicht mehr gebräuchlichen Kalibers verworfen werden mußte.Hierdurch mag wohl die Angabe der Franzosen entstanden sein,daß bei der Uebergabe 800 Geschütze vorgefunden worden, wäh-rend der Artillerie-Offizier vom Platz, Major Oppen, in derThat an brauchbaren laffetirten Geschützen nur 349 zur Armi-rung der sämmtlichen Befestigungen von Danzig, Weichselmündeund Neu-Fahrwasser verwenden konnte. Diese 349 Geschütze, vondenen die 20pfünder so schwer und unbeholfen waren, daß mannur 2 derselben auf dem Retranchement benutzen konnte, warenaus folgenden Kalibern zusammengesetzt:
46— 3pfündigen120— 6 pfündigen122 —12 pfündigen15 —20 pfündigen
= 303 Kanonen.
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