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traverse von 43' Länge und 10' Breite vom Grunde aus neuaufgebaut und mit einer Reihe von Sandsäcken belegt. Bei derHeftigkeit des feindlichen Feuers war es ganz unmöglich gewor-den, die Bauten der Hohltraverfen am Tage auszuführen. DerIngenieur vom Platz hatte demnach in verflossener Nacht zuerstden Versuch gemacht, die letzte dieser Arbeiten, nach gehöriger Vor-arbeit während des vorangegangenen Tages, in einer Nacht soweit zu bewerkstelligen, daß sie mit Tagesanbruch dem feindlichenFeuer genügenden Widerstand leistete. In der nächstfolgendenNacht wurden noch 2 Reihen Sandsäcke aufgelegt und das Ganzedurch eine mehrere Fuß hohe Erdbeschüttung vollendet.
Der Belagerer benutzte die Nacht, um die dritte Parallelezur Aufstellung von Schützen einzurichten. Es wurden zu diesemBehuf Erdsäcke aufgelegt, ein Bankett angeschüttet und der Gra-ben breiter gemacht. Außerdem wurden Vorbereitungen getroffen,um zu beiden Seiten des ausspringenden Winkels vor RavelinHagel aus der dritten Parallele hervorzubrechen und einen Waf-fenplatz zu bilden, von dem aus die ferneren Arbeiten zum Kou-ronnement des Glacis weitergetrieben werden sollten.
Auf dem Stolzenberge wurde, zur Deckung der Enfilirbat-terien, eine Tranchee vor der Parallele aufgeworfen, welche sichlinks an den rechten Flügel der Batterie (n), rechts an die Pa-rallele unweit des Stolzenberger Grundes anschloß.
Am 30. April. Die Beschießung dauerte von Seiten desBelagerers mit verstärkten Kräften fort. Von nun an wurdenauch die Werke des Hagelsberges regelmäßig bombardirt, da dasKanonenfeuer nicht hinreichte, die Artillerie der angegriffenen Werkezum Schweigen zu bringen. Das Feuer war besonders um dieZeit der Parole, die auf dem Hagelsberge ausgegeben zu wer-den pflegte, heftig geworden. Kaum war das Geschäft beendetund der General Laurens mit den Gouvernements-Adjutanten,den Lieutenants Platen und Arnim, in eine der an die innernWallböschungen des Hagelsberges angelegten Blendungen gegangen,als eine feindliche Bombe die Decke durchschlug. Alle drei Offi-ziere wurden von einem Balken niedergeworfen, und der General