Band 
Zweiter Theil. Dritter Band.
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in der nächsten Nacht 24 Bomben in dieselbe geworfen und dannein Ausfall von 200 Freiwilligen dagegen unternommen werden.Da indessen die 12 Bomben, welche vom Bastion Jerusalem ausgeworfen wurden, gänzlich fehl gingen, vom Bastion Schütz dasWerfen ganz unterblieb, auch die Besatzung der Sappe das Ge-wehrfeuer keinen Augenblick einstellte, so wollte man die Ausfall-truppen nicht dem ungeschwächten feindlichen Feuer aussetzen; siewurden zurückgezogen und der Ausfall unterblieb abermals.

Die Arbeiten der Mineurs hatten einen bessern Fortgang;man war in beiden vorgetriebenen Gallerien bis auf 17' Längevorgeschritten, hatte die Pallisadenlinie 1£' hinter sich, und es warAussicht vorhanden, auf diesem Wege den zu erwartenden Tran-chée -Kavalier in diesem Theile des Kouronnements zu zerstören.

Um die Jsolirung der Festung vollständig zu machen unddie Verbindung der Einschließungstruppen auf beiden Ufern derWeichsel durch Erbauung einer Brücke unterhalb der Festung aufdem kürzesten Wege herstellen zu können, beschloß der M. Lefebvre,sich des Holms und der kleinen Kalkschanze zu bemächtigen. Durchden Besitz des Holms, der die rechte Flanke des Retranchementsdeckte, konnte der Belagerer nicht nur die Linien des Holzraumesund die Werke am Olivaer-Thor im Rücken beunruhigen, son-dern auch die Niederstadt, die bisher nur wenig gelitten hatte,durch ein Bombardement verwüsten. Da der Marschall einenEntsatzversuch der Festung binnen Kurzem erwarten mußte, sobeeilte er sich mit der Unternehmung gegen den Holm und wolltedurch Ueberschreitung der Laake den Angriff mit allen seinenKräften auf der Nehrung unterstützen.

Die Nacht zum 7. wurde zur Ausführung bestimmt. 800 M.auserlesener Truppen, Badener, Franzosen und Polen, sollten denAngriff vom linken Ufer ausführen; der General Drouet zur sel-ben Zeit die kleine Kalkschanze angreifen.

Von Seiten der Festung war man bereits um 6 Uhr Abendsauf eine Unternehmung gegen den Holm dadurch aufmerksam ge-macht worden, daß man 15 Wagen mit Kähnen und Bretternvon Zigankendorf nach Schellmühl fahren sah. Der Gouverneursandte sofort den Fürsten Tscherbatow nach dem Holm, der mitM. 30