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Als trotz der Quetschmine der feindliche Mineur weiter ar-beitete, was man deutlich hören konnte, wenn man sich auf dieSohle der Hohltraverse legte, ließ der Ingenieur vom Platz ander linken Seite der Traverse einen neuen Brunnen abtäufen,nächstdem aber in der Mitte derselben einen Pallifaden-Abschnittanlegen, um gegen den Fall gerüstet zu sein, daß der Belagererdurch die Wirkung einer Mine den vordem Theil der Hohltra-verse zerstören sollte. Während dieser Arbeiten erfolgte um 8| Uhrdie Erploßon einer feindlichen Mine b '), welche, mit 400 PfundPulver geladen, eine ungleich stärkere Erschütterung als die Quetsch-mine hervorbrachte. Dennoch war die Hohltraverse nicht beschä-digt und die Mineurs setzten ihre Arbeit ruhig fort. Die Dun-kelheit verhinderte den Vertheidiger, sich von der Wirkung derfeindlichen Mine auf das Kouronnement zu überzeugen. Da abereine starke Beschädigung an den Arbeiten vor der Traverse zubemerken war, so wurde ein heftiges Kartätsch- und Bomben-feuer gegen diese Stelle gerichtet und während der ganzen Nachtdurch ununterbrochenes Infanterie-Feuer verstärkt.
Der Belagerer, durch die Zündung der Quetschmine des Ver-theidigers veranlaßt, seinerseits die Arbeiten nicht eher weiter vor-zutreiben, als bis er gegen den Mineur des Gegners sicher ge-stellt, hatte die erwähnte Mine gezündet, ohne mit seiner Gallerieso weit vorgegangen zu sein, daß die Hohltraverse in der eigent-lichen Wirkungssphäre gelegen hätte. Es war durch die Spren-gung ein Trichter von 12 — 15' Durchmesser vor der Spitze derHohltraverse gebildet worden, welcher theils die Spitze des Kou-ronnements, theils die des eingehenden Waffenplatzes umfaßte.Ungeachtet des heftigen Feuers der Festung wurde diese Oeffnungdennoch während der Nacht kouronnirt und sogleich der Mineurauf der Kapitale der Hohltraverse von Neuem angesetzt. Um sichaber einigermaßen gegen das fortwährende, nicht zu dämpfendeFeuer der Festungs-Artillerie zu sichern, führte der Belagerer denTheil des Kouronnements vor dem eingehenden Waffenplatze, sowie in der Mitte vor der linken Face des Bastions Jerusalem,
I ) Siehe Plan XIII d. Fig. 2.