Band 
Zweiter Theil. Dritter Band.
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Schütz, den Brand zu löschen. Als nach Verlauf einer Stundedas Feuer wirklich zu verlöschen begann, hingen die entschlossenenJäger nochmals Pechkränze an die bedeckte Sappe, so daß dieseum 5 Uhr in vollen Flammen stand, und an ein Löschen nichtmehr zu denken war. Der Belagerer suchte sich durch ein über-aus heftiges Bombardement des Hagelsberges zu rächen und dieFlanke Schütz zum Schweigen zu bringen. Der Ingenieur vomPlatz, ein Artillerie-Offizier und die Bedienung der Geschütze be-fanden sich auf der Flanke, als gleichzeitig in einem engen Raume3 —50pfündige und 2—25 pfündige Hohlgeschosse auf dem Wall-gange unweit der Obengenannten einschlugen. Da weder Raumnoch Zeit vorhanden war, um zur Seite zu springen, so warfensich sämmtliche Anwesende auf die Erde; 4 jener Geschosse kre-pirten, das 5. stieß den Zünder aus, und weder Menschen nochGeschütze wurden beschädigt.

Um für die folgende Nacht es dem Belagerer nicht zu ge-statten, den Graben-Uebergang abermals ungehindert ausführenzu können, wurden dieselben Jäger, die in der vergangenen Nachtihre Schuldigkeit so mangelhaft gethan hatten, zur Strafe aber-mals am Fuß des Bastions Jerusalem aufgestellt. Diesmal wa-ren sie aufmerksamer und meldeten bereits um 10 Uhr den Wie-derbeginn der feindlichen Arbeiten. Sogleich begann die rechteFlanke Schütz mit Kartätschen zu feuern und setzte dies bis umMitternacht fort, wo der Befehl vom Gouverneur eintraf, alleFeindseligkeiten einzustellen.

Der Belagerer hatte mit einbrechender Dunkelheit die Arbei-ten zum Graben-Uebergang aufs Neue begonnen, und war dies-mal nahe am ausspringenden Winkel vor Bastion Jerusalem inden Graben hinabgestiegen, nachdem er den gedeckten Weg miteiner bedeckten Sappe op. überschritten hatte. Zur Deckung dieserArbeiten wurde der ausgebrannte Raum der ehemaligen Descenteqr., so wie ein dicht daran liegender Graben-Uebergang 8t. mitgroßen Sandsäcken als offene Gallerte ausgesetzt. Alle diese Ar-beiten wurden um so leichter während der Nacht vollendet, alsvon Seiten der Festung kein Widerstand erfolgte, in der Voraus-setzung, daß der Belagerer, in Folge des verabredeten Waffen-