Band 
Zweiter Theil. Dritter Band.
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5 Uhr Nachmittags erhielt er die Meldung, daß die Gemeinender Garnison von Weichselmünde revoltirt hätten und zum Feindeübergegangen wären; er verzichtete daher auf die Rettung derGeschütze von Weichselmünde, zog nach und nach alle Posten ein,auch die in Weichselmünde noch vorhandenen 23 Offiziere, 6 Un-teroffiziere, 1 Bombardier, 2 Chirurgen und 14 Gemeine, ließdie Truppen unter dem Schutz einer vor Anker liegenden engli-schen Fregatte die Transportschiffe besteigen und diese sogleich un-ter Segel gehen. Es war so eben von den beiden Unterhändlerndie Kapitulation für beide Forts unterzeichnet worden, als dieFranzosen das Einschiffen gewahr wurden, sich in die leeren Ver-schanzungen eindrängten und gegen den Hafen vorgingen, wo inder Uebereilung zwei Transportschiffe gestrandet waren. DurchGewehrfeuer suchten sie das Flottmachen der Schiffe zu verhin-dern, wurden indessen durch einige Kartätschschüsse der Fregattevertrieben, so daß die Garnison ohne Verlust bereits am 27. Mor-gens bei Pillau eintreffen konnte, wo auch die Truppen des Ge-nerals Kaminskoi angelangt waren und ausgeschifft wurden.

Den Kapitulations-Bedingungen zufolge wurde um Mittagdes 26. der Hagelsberg, das Olivaer-, Jakobs- und Neugarte-ner-Thor den Franzosen übergeben.

Am 27. Mai. Morgens um 9 Uhr rückte die Garnisonmit Waffen und Gepäck, fliegenden Fahnen, klingendem Spiele,brennenden Lunten und 2 bespannten Geschützen nach der Neh-rung in folgender Stärke ab:

60 Offiziere, 1,222 Mann, 1144 Pferde der Kavallerie,

217

8,467 -

— - preuß. Jnf.,

33

1,034 -

— - russ. Truppen,

25

1,424 -

— - Artillerie, incl.

provisorische undRegiments - Ar-tilleristen,

131 - nicht equipirter

Kavallerie,

zus. 335 Offiziere, 12,448 Mann, 1275 Pferde.