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Hierdurch verlängerte sich der rechte Flügel der russischen Infan-terie bis gegen den Teich unfern der Königsberger Straße. Diegesammte Kavallerie wurde mehr rechts geschoben, so daß diepreußische Kavallerie den rechten Flügel der Infanterie überflü-gelte, die russische Kavallerie in 2 Treffen und einer Reserve dieLinie fortsetzte, und die Kosaken theils auf dem äußersten rechtenFlügel gegen Konegen, theils in diesem Dorfe, theils bei Großen-dorf standen. Alle diese Veränderungen kamen erst bei anbrechen-dem Tage des 11. zu Stande, da ein nach langer Zeit eingetre-tener Regen und Sturm die Ausführung in der Nacht verzögerthatte. Die in Folge des letzten Angriffs vorgegangenen Trup-pen wurden am Morgen in die ursprüngliche Stellung zurück-genommen.
Am 11. Juni standen so die beiderseitigen Armeen einanderauf eine Entfernung von 3000 Schritt gegenüber; die Franzosenmit dem rechten Flügel, der Division Carra St. Cyr, zunächstder Alle vorwärts Bewernick; der linke Flügel der Kavalleriereichte bis gegen Retsch. Das eingetretene Regenwetter verhin-derte die volle Uebersicht. Am Morgen zog der Hetman Platowseine Kosaken bei Grvßendorf zusammen, um in der Richtung aufLandsberg vorzugehen, und gegen die linke Flanke und den Rückendes Feindes etwas zu unternehmen. Der hierzu gegebene Befehlwurde indessen widerrufen.
Napoleon hatte nach den wiederholten Erfahrungen den kräf-tigen Widerstand der Russen so sehr ächten gelernt, daß er am11. nicht mit allen ihm zu Gebot stehenden Kräften die Schlachterneuerte. Er wollte nunmehr seinen Zweck auf unblutigem Wegedurch Manöver erreichen, und ließ daher nur das Korps des M.Davout von Altkirch gegen Großendorf, auf der Straße vonHeilsberg nach Königsberg, abmarschiren, während die Gardenund das Nepsche Korps hinter dem Abschnitt von Launau inReserve verblieben. *)
1 ) Nach dem Mémorial du dépôt général de la guerre T. VIII. istber M. Davout bereits in der Nacht zum 11. nach Großendorf gekommenund hätte am 11. die umgehende Bewegung auf Pr. Eylau fortgesetzt. Esist dies nicht möglich, da die Kosaken die Gegend bei Großendorf fortgesetzt