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Zweiter Theil. Vierter Band.
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An diesem Tage traf die württembergifche Brigade Lilien-berg vor Glogau auf dem rechten Oder-Ufer ein.

Leider zeigte sich in der Garnison immer mehr die Unsicher-heit der aus Südpreußen gebürtigen Soldaten. Man fand beieinigen Mannschaften des 3. Musketierbats. von Tschepe Gewehreund Patronen, die muthwillig verdorben waren. Deserteurs wa-ren es auch, welche dem Feinde die genauesten Nachrichten überden Zustand der Werke brachten, so daß Jerome den Plan faßte,in der Nacht zum 17. sich durch einen Handstreich der Festungzu bemächtigen. Faschinen, Leitern rc., Alles lag bereit, als imAugenblick der Ausführung der General Deroy erklärte, daß ernicht glaube, für ein so mißliches Unternehmen auf seine Trup-pen rechnen zu können, indem es denselben, nicht gewöhnt andergleichen gewagte Angriffe, leicht an der nöthigen Kühnheit undEnergie fehlen dürfte, welche allein einen Erfolg sicher siellen.Der Sturm mußte aufgegeben unh das Belagerungsgeschütz ab-gewartet werden. *)

Am 17. November in der Frühe zündeten die Bayerndas noch stehen gebliebene Holz am Schicßhause an, wobei dasGebäude selbst in Asche gelegt wurde. Die Württemberger löstenan diesem Tage die Brigade Siebcin ab, welche auf das linkeUfer rückte; eine Brücke bei Beichau sollte die Verbindung zwi-schen beiden Ufern erhalten.

In der Nacht zum 18. arbeiteten die Blokadetruppen aufdem linken Oder-Ufer an Laufgräben von etwa 100 Schritt Aus-dehnung, rechts und links der einzelnen Batterien, um darin je200 Mann Infanterie zur Deckung der Artillerie aufzustellen,

1) Auf den Bericht Jerome's über das Aufgeben des Sturmes ließNapoleon durch den M. Berthier antworten:

»g'ai mis sous les yeux de l’Empereur, Monseigneur, votrelettre; 8. M. trouve que les observations que vous a faites le gé-néral Deroy sont très justes; on ne peut pas prendre une villed’assaut quand on na pas fait la brèche et quand il y a une escarpeet une bonne contreescarpe; S. M. pense que ceux qui ont pu êtrede l’avis d’une pareille attaque ont eu très grand tort; car on yperdrait beaucoup de monde inutilement.«