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ganz und der That nach als General-Gouverneur von Schlesienfür diesen kritischen Zeitpunkt betrachten, und gegen Jedermannsvuteniren werde. Jetzt ist nicht der Zeitpunkt zu Repräsentatio-nen, sondern zum Handeln, und gerade darum, weil Ich Sie alseinen Mann kenne, der mit Energie zu handeln weiß, habe IchIhnen eine so uneingeschränkte Vollmacht in einem so wichtigenund Mir so werthen Lande anvertraut rc."
Es erhellt hieraus, daß von Seiten des Königs Alles ge-schehen war, was aus weiter Entfernung geschehen konnte, umdie Kräfte der Provinz auf eine zweckmäßige Weise zu benutzen,die Kommandanten zu ermuthigen und sie zur strengsten Pflicht-erfüllung anzuregen.
Am 30. November erreichte der Graf Götzen die Oberschle-sische Grenze, und erfuhr bereits in Rybnick, daß sämmtliche ausSüdpreußen zurückgekehrte Trainpferde in einigen Tagen ver-kauft, und die Remontcn der Kavallerie an die Unterthanen ge-geben werden sollten. Der erste Gebrauch, den der Graf vonseiner Vollmacht machte, mußte daher der sein, diese Anordnungender obersten Provinzialbehörde sofort aufzuheben.
Am 1. Dezember erreichte der Graf die Festung Kosel, underhielt hier durch den wackern Kommandanten, den alten Ober-sten Neumann, eine vollständige Uebersicht über den Zustand vonSchlesien, ohne sich jedoch über die Stärke des Feindes eine Auf-klärung verschaffen zu können. Er ertheilte sogleich den Befehlzur schleunigen Konzentrirung der Depots der Regtr. Württem-berg, Schimmelpfennig- und Pletz-Husaren und der Artillerie-Trainsin der Nähe von Kosel, und beauftragte den verabschiedeten Ritt-meister und Gutsbesitzer Lüttwitz, das Brauchbarste an Mann-schaften und Pferden auszuziehen. Die Land- und Steuerräthevon Oberschlesien wurden zum 8. Dezember nach Kosel beschieden,vorläufig aber der Befehl zur Ablieferung der Montirungskam-mern der abmarschirten Regimenter, zur Einziehung der Land-reserven, Aushebung von Rekruten und zur Requisition von Tu-chen, Munitionsbedürfnissen, und der im Lande befindlichen Ge-wehre gegeben.
Am 3. Dezember ging der Graf Götzen über Brieg nach